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2013-01-22

Ludwig Börne- Aphorismen und Zitate Teil 1

Ludwig Börne







Wo wir unfähig sind, die Gesetze der Notwendigkeit zu erkennen, da glauben wir frei zu sein.


Die Deutschen bilden sich so viel auf ihre Bescheidenheit ein; das kommt mir vor, als wollte ein Hase mit seiner Furchtsamkeit prahlen.


Selten bewohnt ein Architekt ein Haus, das er selbst gebaut- Er gleicht den modernen Philosophen.


Schmerz ist der Vater und Liebe die Mutter der Weisheit.


Der Ehrgeiz ist für die Seele, was der Hunger für den Leib ist.


Man kann immer ehrlich sein, es ist nur dumm, sichs merken zu lassen.


In einem wohlorganisierten Staate muß jedes Glied abhängig vom Ganzen sein. Darum sollten darin keine Bettler und keine Philosophen geduldet werden. Denn beide sind frei: die ersten, weil sie nichts zu verlieren, die andern, weil nichts zu gewinnen haben.


Die Weiber sind die Schwellen des Glücks und die Pforten des Ruhms.


Man muß niemand fürchten als sich selbst.


Nicht wer den Bogen geschnitzt, der ihn spannt, wird Sieger.


Minister fallen wie Butterbrote; gewöhnlich auf die gute Seite.


Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstande wie andere mit ihrem Gelde.


Die Freiheit kann reden, denn ihr ist das Wort zugleich Waffe und Beute; die Macht aber verloren, sobald sie anfängt, sich zu rechtfertigen.


Reichtum macht das Herz schneller hart als kochendes Wasser ein Ei.


Der Leichtsinn ist ein Schwimmgürtel für den Strom des Lebens.


Regierungen sind Segel, das Volk ist Wind, der Staat ist Schiff, die Zeit ist See.

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