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2013-02-16

Die Erdzeitalter- Global/Europa/Thüringen


Fossilien-Ammoniten





Quartär


Name: Benannt nach einen alten Einteilung der Erdzeitalter

Dauer: 2 Mill.Jahre- Gegenwart

Flora und Fauna

Tier-und Pflanzenwelt wurden im Quartär durch den mehrfachen Wechsel von Warm-und Kaltzeiten beeinflußt. Wärmeliebende Pflanzen des Tertiärs zogen sich bedingt durch vorrückende Inlandeismassen nach Süden zurück. Die wärmeliebenden Pflanzen Mitteuropas wurden fast vollständig vernichtet da durch Gebirgsketten ein Rückzug in südliche Regionen nicht möglich war. Die Tierwelt konnte die Ereignisse des Quartärs relativ unbeschadet überstehen.
Veränderungen gab es lediglich bei den Säugetieren, insbesondere was die Entwicklung des Menschen betraf.
Mitteleuropa wurde vor etwa 1Mill. Jahren durch Menschen besiedelt. Vor etwa 30-35 Tsd. Jahren wurde der Neandertaler vom heutigen Menschen verdrängt.

Tiere der Warmzeiten waren in Mitteleuropa zb. Waldelefant, Waldnashorn oder Wasserbüffel. In den Kaltzeiten sah man Wollnashörner, Wildpferde oder Mammuts.
Mit Ende der letzten Eiszeit erwärmte sich Mitteleuropa und Säugetiere wie Mammut und Wollnashorn starben aus.

Tektonik

Durch die Bindung großer Wassermassen kam es in den Kaltzeiten zur Senkung des Meeresspiegel die zeitweise 200 m betrug. Bereiche, die sonst von Wasser bedeckt waren, bildeten Landbrücken.
Während der Warmzeiten schmolzen die Eismassen ab wodurch große Festlandgebiete wieder überflutet wurden.
Im Holozän drang das Meer bis zur heutigen Linie vor. Die Perioden der Eiszeiten sind heute noch an den Ablagerungen und durch typische morphologische Strukturen erkennbar.
Urstromtäler, Grundmoränen und Flußterassen sowie glaziale Stauseen sind die Hinterlassenschaft dieser Zeit.
Klima

Im Quartär kam es zu großen Temperaturschwankungen die durch Kalt-bzw. Warmzeiten verursacht wurden. In den Kaltzeiten kam es zur bedeutensten Vereisung in der Erdgeschichte in der etwa 30% des Festlandes vergletschert war.

Quartär/Europa/Thüringen

Die vulkanische Aktivität nahm im Quartär ab und vor 9500 Jahren gab es ein letztes Ereigniss dieser Art in Deutschland.

Pole und Äquator nahmen ihre heutige Position ein wobei die Pole vereist waren. Vom Nordpol erstreckte sich die Vereisung bis nach Mitteleuropa und erreichte den Raum Erfurt in Thüringen.
Es herrschte ein kühles und feuchtes Klima.

Von Gletschern werden Trümmergesteine auf das Festland abgelagert.
Die Pflanzenwelt wird widerholt vom Wechsel zwischen Kalt-und Warmzeit beeinflußt.
Nord-und Ostsee lagen zu Beginn des Quartärs noch trocken und erst mit dem Rückzug des Eises gestaltet sich das heutige Bild.

In Thüringen belegen Knochenfunde von Großsäugern (Wollnashorn, Mammut) ihre Anwesenheit. Nach der letzten Eiszeit sterben sie aus. (Naturkundemuseum Erfurt)

Die Vereisungsperioden des Quartärs sind durch ihre typischen Ablagerungen erkennbar. Die durch Gletscher hinterlassenen Strukturen sind noch heute deutlich erkennbar und datierbar. Elemente sind Urstromtäler, Flußterassen und glaziale Stauseeen.

Im Quartär vollzog sich ein Qualitätssprung bei den Homoniden.





Tertiär


Name: Benannt nach einen alten Einteilung der Erdzeitalter

Dauer: rund 62 Mill.Jahre von 64 bis vor 2 Mill.Jahre

Leben

Pinien und Fichten ( Gymnospermen) sind weit verbreitet jedoch Angiospermen stellen die dominierende Pflanzengruppe dar.
Durch das Aussterben der Ammoniten kommen Muscheln und Schnecken zur Entfaltung. Haie und moderne Knochenfische existieren in vielen Arten.
MammutzahnDurch das Aussterben der Dinosaurier entwickeln die Säugetiere eine große Artenvielfalt.
Savannen und Steppenlandschaften entstehen und beherbergen eine Vielzahl von Säugetieren. Neben katzenartigen Raubtieren findet man Huftiere (z.B. Urpferde) und Rüsseltiere (Mastodon). Erste Halbaffen und später Primaten entwickeln sich. Die ersten Hominoiden leben in der Zeit vor 25 Mill. Jahre bis etwa vor 13 Mill. Jahre. In den folgenden 10 Mill. Jahre entwickeln sich die ersten Frühmenschen. (Australopithecinen)

Tektonik

Afrika, Arabien und Vorderindien sind im Alttertiär vom euroasischen Kontinent durch die Tethys getrennt. Eine Landbrücke verbindet Europa und Nordamerika und dadurch werden Säugetierfaunen ausgetauscht. Die Hebung der Faltengebirge (Himalaja, Alpen) bewirkt die Einengung der Tethys und verbindet Indien mit Asien. Nordamerika und Südamerika verbindet sich durch eine Landbrücke. (Panama)
n der Kreidezeit kam es zum Rückgang des Meeres. Jetzt wird West- und Norddeutschland und Dänemark sowie große Teile Frankreichs und Englands in verschiedenen Phasen erneut überflutet.
Eine Meeresstraße durch den Rheingraben und die hessische Senke verbindet das Mittelmeergebiet mit der Nordsee.
Braunkohlelagerstätten bilden sich im Bereich der Vorsenken der Mittelgebirge und Hochgebirge sowie aus großen Wäldern nahe der Küstenbereiche.
Die Alpen formen sich zum Hochgebirge und im Alpenvorland bis nach Asien entsteht ein Meeresbecken das sich im Laufe der Zeit in Seen auflöst. Durch die Gebirgsbildungen kommt es zu intensiven Vulkanismus. (Rhön, Kaiserstuhl) Zum Ende des Tertiärs ist Norddeutschland wieder Festland.

Klima

Am Anfang des Tertiärs ist das Klima warm und gleichförmig. Die Polargebiete sind waldreich. Am Ende des Tertiärs nimmt die Temperatur merklich ab.
Säugetiere sind von der Klimaänderung scheinbar nur wenig betroffen.
Durch die Trennung von Australien, von den anderen Kontinenten, entfalten sich die Beuteltiere.





Kreide


Name: Entsprechend des vorherrschenden Sediments dieser Zeit

Dauer: 80 Mill.Jahre von 144 Mill.Jahre bis vor 64 Mill.Jahre

Leben

Seit Mitte der Kreidezeit sehen die Laubwälder so aus wie in der Gegenwart. Auf der Nordhalbkugel sind Nadelbäume weit verbreitet.
In der Kreide sind Saurier immer noch in vielen Arten verbreitet und Flugsaurier mit einer Flügelspannweite bis zu 14m beherrschen die Luft.
Schnecken, Muscheln und Kieselschwämme bevölkern das Meer. Zahlreiche Ammonitenarten, teilweise mit riesigen Gehäuse, bis zu 2,4m Durchmesser, findet man in den Meeren.
Höhere Säugetiere und erstmals Beuteltiere erscheinen.
Am Ende der Kreidezeit verschwinden fast alle Reptilien und Saurier. Nur Eidechsen, Schlangen, Schildkröten und Krokodile überleben. Das bisher noch ungeklärte Massensterben am Ende der Kreidezeit läßt auch Ammoniten und Belemniten aussterben.
Durch den Niedergang der Reptilien kommen die Säugetiere zur Entfaltung.

Tektonik

Pangaä zerbricht entgültig und es beginnt der Zerfall von Gondwana. Südamerika und die Antarktis driften westlich während Afrika und Indien das nach Norden bzw. Nordosten tun.
Indien kollidiert am Ende der Kreidezeit mit Eurasien wodurch das Himalaja aufgefaltet wird. Durch das Aufeinandertreffen von Afrika und Europa verkleinert sich die Tethys und die Faltung der alpidischen Gebirge beginnt.
In der Oberkreide steigt der Meeresspiegel und es kommt zur größten weltweiten Überflutung seit dem Kambrium.
Mitteleuropa ist in der Unterkreide noch Festland. Danach wird das Meer wieder beherrschend. In einer ersten Ausbreitung wird ein Teil Böhmens überflutet und die Sedimente des Elbesandsteins abgelagert. In Mitteleuropa bildet sich ein Flachmeer aus dem nur die höchsten Erhebungen der Mittelgebirge herrausragen.
In dieser Zeit werden in Dänemark und Ostdeutschland die 800m mächtigen Kreidesedimente gebildet.
Zum Ende der Kreidezeit zieht sich das Meer aus Europa wieder zurück.


Klima

Zum Beginn der Kreidezeit war es warm und feucht. Vereisungsspuren wurden nicht gefunden. In der Übergangszeit Kreide/Tertiär wird es merklich kälter.

Deutschland

In Deutschland fand man zahlreiche Skelettreste von Dinosaurier. Bekannte Fundorte sind Münchehagen (elafantenfüßige Donnerechse- Elephantopoides muenchhagenis) oder Brilon im Sauerland. (Iguanodon)





Jura


Name: Nach der schweizer Jura

Dauer 69 Mill.Jahre von 213 bis vor 144 Mill.Jahre

Leben

Farne und nadelbaumähnliche Pflanzen beherrschen das Festland. Die bereits im Trias erschienenen Nacksamer mit blütenähnlichen Merkmalen entwickeln sich weiter fort.
Aus den wenigen Ammonitenarten des Trias entwickeln sich vielfältige Formen mit teilweise reich verzierten Gehäuse.
Auf dem Festland erreichen die Dinosaurier den Höhepunkt ihrer Entwicklung und bevölkern in einer großen Artenvielfalt die Erde.
Die Luft wird von riesigen Flugsaurien beherrscht und die Urvögel (Archaeopteryx) erscheinen.
Neben urtümlichen Fischen leben die ersten modernen Knochenfische im Meer.

Tektonik

Pangaä bricht weiter auseinander und die Tethys überflutet weite Teile Eurasiens. Nordamerika wird langsam von Eurasien getrennt während Afrika und Südamerika noch vereint sind.
In Mitteleuropa kommt es zu mehreren Überflutungen und lediglich die Ardennen und das rheinische Schiefergebirge sind noch Festland.
Die Tethys breitet sich nach Westen aus und überflutet ebenfalls Deutschland. Schwarze Tonschiefer werden abgelagert. (Schwarze Jura oder Lias)
Braunrote Tone und Kalke folgen. (Braune Jura/Dogger) In Nordeutschland bilden Mergel und Kalke, in Süddeutschland Schwämme und Korallen den Abschluß. (Weiße Jura/Malm)
Die Mittelgebirge, Weserbergland und Harz werden zum Ende der Jurazeit herrausgehoben.
Die Alpidische Orogenese im Bereich der Alpen und Nordafrikas kündet sich durch verstärkten Vulkanismus an. Die pazifische Platte schiebt sich unter Südamerika und die Auffaltung der Anden beginnt.

Klima

Es ist sehr warm und die Polgebiete sind eisfrei. In der Antarktis herrscht ebenfalls ein feucht warmes Klima vor. Ausgeprägte Klimazonen gibt es nicht. Am Ende der Jura wird es trockener.





Trias


Name: Dreiheit= Entsprechend der Einteilung in Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper

Dauer: 30 Mill. Jahre- von 240 bis vor 210 Mill. Jahre

Flora und Fauna

Das am Ende des Perms einsetzende Massensterben überlebten nur wenige Tiergruppen des Meeres. An Land war der Einschnitt bei weitem nicht so groß.

Die Pflanzenwelt des Trias unterscheidet sich vorerst nur wenig von der des späten Perms. Vor allem Farne, Ginkgogewächse und Koniferen prägen die Flora.
Im Trias erscheinen die ersten Pflanzen mit Blüten.

Deutlich sind die Veränderungen im marinen Bereich. Das Trias-Meer ist reich an Seelilien, Brachiopoden und Muscheln, wobei letztere nun erstmalig überwiegen. Echsen und erste frühe Formen von Wasserschildkröten sowie Ammoniten (Ceratiten) gehören zum typischen Erscheinungsbild des Trias-Meeres.
Neue Korallenarten bauen zusammen mit kalkabscheidenden Algen große Riffe in der Tethys auf. Die heutigen Dolomiten entstehen dadurch im mittleren Trias .
Auf dem Festland erscheinen im oberen Trias die ersten Dinosaurier sowie kleine mausgroße Säugetiere.

Tektonik

Das Urmittelmeer (Tethys) dringt nach Westen vor. Es bedeckt mit seinen Nebenmeeren Mitteleuropa und Südwesteuropa.
Das germanische Becken, eines dieser Nebenmeere füllt sich im Buntsandstein mit dem Verwitterungsprodukten der benachbarten Gebirge.
Nordamerika trennt sich von Gondwana und im den Bruchzonen herrscht starker Vulkanismus vor.
Um große Teile des Pazifiks beginnen Prozesse der Gebirgsentstehung.

Klima

Im unteren Trias werden im germanischen Becken in Flußsystemen, in Binnenseen, Sande und Tone abgelagert. (Buntsandstein)
Im Muschelkalk gerät das Gebiet vorrübergehnd in den Einfluß der Tethys und es kommt zur Einwanderung neuer Arten.
In der Keuperzeit kommt es mehrfach zu Überflutungen und folgenden Versandungen. Es entstehen örtlich Gips und Salzgesteine.

Trias/Mitteleuropa/Thüringen

Buntsandstein

Weiträumige Flußsysteme lagern Sande und Tone auf dem Festland ab. In bunter Reihenfolge wechseln rotbraune, gelbe und graugrüne Sandsteine und Tonsteine. In Thüringen sind diese Schichten 500-700 m mächtig. Dauer etwa 8 Mill.Jahre

Unterer Buntsandstein

In Endseen lagern sich neben den Sandsteinen Salzsteine ab. Diese Umgebung ist ideal für kleine Muschelschalenkrebse. (Conchostracen) Die in vielen Arten auftretenden Tiere sind häufig als Fossilien überliefert so das sie als Leitfossilien zur Gliederund des Buntsandsteins genutzt werden.
Die Schichtfolge enthält eine Besonderheit. Rogensteine, (Oolithische Kalksteine) entstanden in flachen, mit Salz übersättigten Seen.

Mittlerer Buntsandstein

Dieser Zeitabschnitt war eine Festlandzeit. Kurze Überschwemmungen wechselten mit langen Zeiträumen der Trockenheit. In dieser Zeit lebten viele Landsaurier die ihre Spuren im Schlamm hinterließen. Das Chirotherium ist das bekannteste Fossil des Buntsandsteins. Fährten gibt es aber auch von Reptilien und Schildkröten.
Der Thüringer Chirotheriensandstein ist besonderst reich an Saurierfährten. (Solling-Folge)

Oberer Buntsandstein

Der Zeitabschnitt leitet zum Muschelkalk über. Nord-und Mitteleuropa senken sich als Landscholle nach Süden. Dadurch strömt Wasser aus der Tethys in das gesamte Becken ein. Es entsteht ein flaches Lagunenmeer in dem sich rote Salztone, Kalksteine, Gips und bis zu 100 m mächtige Steinsalze bilden.
Typische Vertreter der Tierwelt die auch als Leitfossilien genutzt werden sind der Ammonit Beneckeia tenius oder die Muschel Costatoria costata und Myophoria vulgaris.

Muschelkalk

Unterer, mittlerer und oberer Muschelkalk haben verschiedene Entwicklungen durchlaufen. Daher lassen sie sich geologisch gut unterscheiden.

Unterer Muschelkalk

Bereits im oberen Buntsandstein drang Wasser aus der Tehys ins germanische Becken. Dieses setzte sich im unteren Muschelkalk weiter fort so das ein 500.000 Quadratkilometer großes Binnenmeer entstand. Die Wassertiefe lag bei 15 bis maximal 100 m. Blaugraue Mergelkalke lagern sich ab und häufige Wellenrippel und Knauern im Gestein führten dazu, das man die Schicht heute Wellenkalk nennt. Schrägschichtung, Kalkgerölle und Priele lassen vermuten das es sich um ein sturmgepeitschtes Flachmeer gehandelt haben muß.
Typische Vertreter der Tierwelt sind die Feilenmuschel Plagiostoma lineatum (Lima-Bank) und Chelocrinas carnalli (Schaumkalk-Bank)

Mittlerer Muschelkalk

Der Frischwasseraustausch mit dem Weltmeer war eingeschränkt. Dadurch wurde das Meerwasser immer salzhaltiger und lebensfeindlicher. Für den beginnenden mittleren Muschelkalk ist die Muschel Neoschizodas orbicularis typisch. ( Orbicularis-Schichten)
Es entstehen Eindampfungsgesteine wie Gips und in den Beckenzentren auch Steinsalz. Im Bereich zum
oberen Muschelkalk findet man kleine Riffe mit sekundär gebildeten Hornsteinen.

Oberer Muschelkalk

Während des oberen Muschelkalks gelangt erneut Frischwasser in das germanische Becken. Eine 70 m mächtige Wechselfolge von Kalk-und Tonsteinen mit Kalkkongretionen lagert sich in Thüringen ab. Das 20- 50 m tiefe Wasser bot zunächst ideale Bedingungen für zahlreiche Muscheln. (z.B Plagiostoma striatum) Stielglieder (Trochiten) der Seelilie Encrinus liliiformis können gesteinsbildend auftreten. (Trochitenkalk)
Im oberen Muschelkalk fegten regelmäßig Stürme über das Meer und wühlten es bis zum Grund auf. Sturmflutsedimente (Tempestite) entstanden. Durch die Anreicherung von großen Mengen von Schalen bildeten sich Schillkalke.
Der ständige Wechsel der Lebensbedingungen führte zum Aussterben einiger Lebewesen. Z.b überlebte die Brachiopode Tetractinella trigonenella nur kurzzeitig diesen Lebensraum. Ihr fossiler Nachweis ist deshalb wichtig für die Einordnung zeitlicher Abläufe.

AmmonitenKeuper

Das Muschelkalkmeer war ausgetrocknet und Verwitterung und Abtragung beherrschten die Hochgebiete des ehemaligen Meeres. Dadurch kommt es zu Beginn des Keupers zu Sandsteinschüttungen großer Flußsysteme. Farbige Tone lagerten sich als Trübe ab. In großen Salzseen wurde Gips und Steinsalz gebildet. Sumpfseen bildeten Kohle. (Lettenkohle)
Meeresüberflutungen im germanischen Becken führten zur Bildung von Dolomit-und Kalksteinen.
Der schwankende Salzgehalt (Salinität) der Keuperzeit verursachten eine artenarme jedoch individuenreiche Fauna.
Ursache für die sich oftmals ändernde Salinität waren Überreste des Meeres sowie abflußlose Salzseen.





Perm


Name: nach der Stadt Perm im Ural

Dauer: 42 Mill.Jahre von 290 bis vor 258Mill.Jahre

Flora und Fauna

Innerhalb der Pflanzen herrschen Nadelbäume sowie Nacktsamer vor. Ginkgobäume, Vorläufer der Laubbäume, entwickeln sich.

Die alten Formen von Seesternen, Trilobiten und Brachiopoden sterben aus während sich andere Arten dieser Gattungen entwickeln und ausbreiten.
Es entstehen Insekten die auch heute noch existieren. (z.B. Libellen, Käfer,) Den Höhepunkt ihrer Entwicklung nehmen die Amphibien und die Vorfahren der Saurier, Vögel und Säugetiere entwickeln sich.

Fossilien, die in Südamerika und Südafrika gefunden werden deuten auf Grund ihrer Ähnlichkeit darauf hin, das beide Kontinente verbunden waren.

In Seen des Unterperms leben Haie und alte Formen von Knochenfischen .

Die im Karbon entstandenen Reptilien verdrängen die auf dem Festland lebenden und lange Zeit vorherrschenden Panzerlurche.
Am Ende des Perms setzt ein Massensterben ein das nahezu 75-90% der Arten, insbesondere der des Meeres zum erlöschen bringt. Viele Tiergruppen verlöschen für immer oder werden von anderen Tiergruppen ersetzt.

Tektonik

Es herrscht starker Vulkanismus vor was auf das Ende der variszischen Gebirgsbildung hinweißt. Alle Kontinente der Erde vereinigen sich zum Großkontinent Pangäa. Die Abtragung der Gebirge der variszischen Gebirgsbildung beginnt. Durch Klimaerwärmung kommt es mehrfach zu Überflutungen und zur Bildung von Evaporiten.

Klima

Es herrscht eine ausgeprägte Klimadifferenzierung vor. In Mitteleuropa ist es sehr heiß während große Teile der Südhalbkugel von Eis bedeckt sind.
Im Oberperm kommt es zu einer Erwärmung und das Eis schmilzt teilweise ab wodurch der Meeresspiegel ansteigt.
In Mitteleuropa ist mit Beginn des Perms die Bildung von Kohle abgeschlossen und rote Sedimente treten auf. (Rotliegendes)
Helle Farben kennzeichnen den Oberperm (Zechstein) In einen Binnenmeer werden Kalke und Dolomite abgelagert. Durch mehrfache Unterbrechung zum offenen Wasser kommt es in diesem Meer zur Ablagerungen von Salzen.




Karbon


Name: lat. Kohle= carbo

Dauer: 74 Mill.Jahre von 360 bis vor 286 Mill.Jahre

Leben

Die urtümlichen Panzerfische werden von Knorpel-und Knochenfischen verdrängt. Die Reptilien entstehen aus den Amphibien.
Schachtelhalme, Bärlapp-und Farngewächse sind die Grundlagen für die heutigen Steinkohlevorkommen. Die ersten Nadelbäume erscheinen im oberen Karbon.
Erste flugfähige Insekten und riesige Tausendfüßler findet man auf dem Festland. Hervorgerufen durch ein breites Pflanzenangebot erhält die Entwicklung der Landtiere einen verstärkten Schub.

Tektonik

Aus Gondwana und Laurasia entsteht der Kontinent Pangaä. Durch den Zusammenstoß der Kontinente bildet sich ein bis zu 500 km breites Gebirge das von Spanien bis Polen verläuft. (variszische Gebirgsbildung) Aus tropischen Sümpfen und Wäldern entstehen später mächtige Kohleflöze. In dieser Zeit beginnt die Auffaltung des Urals.

Klima

Klimatische Unterschiede bewirken am Ende des Karbons die Inlandvereisung Gondwanas. Die Vergletscherung hat zur Folge das der Meeresspiegel weltweit sinkt.
In der Übergangszeit Karbon/Perm steigt die Temperatur und die Gletscher schmelzen wieder ab.



Tertiäres Holz Seelilie

Devon


Name: Grafschaft Devonshire in England

Dauer: 48 Mill.Jahre von 408-360 Mill. Jahre

Leben

Im Devon erscheinen die ersten Farne, Schachtelhalme und Bärlappgewächse. (erste Samenpflanzen) Am Anfang des Devons sind die Gefäßpflanzen noch sehr klein während zum Ende des Devons bereits große Waldbäume vorhanden sind.
Das Devon ist eine markante Wendezeit in der Entwicklung der Pflanzenwelt.
Im Meer erreichen die Brachiopoden den Höhepunkt ihrer Entwicklung während Graptolithen und Tentakuliten aussterben. Die ersten Ammoniten (Alt-Ammoniten) erscheinen im Meer.
Flügellose Insekten im Unterdevon entwickeln sich in dieser Zeit zu geflügelten Tieren.
Panzerfische, Haie und Rochen sowie erste Lungenfische bevölkern das Meer. Aus den Lungenfischen entwickeln sich erste Amphibien.

Tektonik

Die Paläotethys verengt sich und dadurch wird der Abstand zwischen Gondwana und Laurasia verringert. Nordamerika und Europa bilden nach der kaledonischen Orogenese einen Block. (Old-Red-Kontinent) Im Mitteldevon sind die Gebirgshöhen des Old.Red-Kontinents zumeist abgetragen. Zur Wende Devon/Karbon beginnt aufgrund der Variszischen Orogenese die Auffaltung des Rheinischen Schiefergebirges.





Silur


Name: Silurer-keltischer Volksstamm

Dauer: 30 Mill.Jahre von 438-480 Mill.Jahre

Leben

Die Algen die im Ordovizium schon eine große Rolle spielten entwickeln sich weiter und sind im Silur in vielen Arten vertreten. Im mittleren Silur entwickeln sich die ersten Gefäßpflanzen und eine neue Epoche in der Entwicklung der Pflanzenwelt beginnt. Im ausgehenden Silur gibt es bereits kleinwüchsige Ur-Farne und Bärlappe.
Im Meer gibt es eine vielfältige Flora und Fauna. (Korallen, Bryozoen, Graptolithen, Brachiopoden usw.)
Brachiopoden kommen in Großformen vor und Muscheln und Schnecken sind in diesem Lebenskreis vorherrschend.
Zum Ende des Silurs treten mit Skorpionen und Tausendfüßler die ersten echten Landbewohner auf. Die ersten Kiefertragenden Fische treten im Obersilur auf.

Tektonik

Die Kontinente sind im wesentlichen wie im Ordovizium angeordnet. Afrika bewegt sich nach Norden und der Südpol nach Südwestafrika.
Im oberen Silur stoßen Ur-Nordeuropa und Laurentia aufeinander und die Ablagerungen des Kaledonischen Meeres werden zu Gebirgen aufgefaltet. Der entstandene Kontinent Euramika bleibt 300 Mill.Jahre bestehen.
Südeuropa und Nordafrika sind vom Wasser bedeckt.
Die kaledonische Orogenese erfaßt West-und Nordeuropa sowie Grönland und Nordamerika.

Klima

Wie im Ordovizium kommt es zu weitläufigen Meeresüberflutungen.

Mitteleuropa

In weiten Teilen M-Europas sind dunkle , bituminöse Tonsteine charakteristisch. (Graptholitenschiefer) Untergeordnet findet findet man Kiesel und Alaunschiefer. Flachmarine Kalke findet man in Böhmen und in den karnischen Alpen. In beiden Gebieten sind zwischen den kalkigen Schichten vulkanische Lagen eingeschaltet.





Ordovizium


Name: Nach dem keltischen Volksstamm der Ordovizier

Dauer: 67 Mill.Jahre von 505 bis vor 438 Mill.Jahre

Leben


Im Ordovizium herrschen zunächst Wurzeln, Stengel und blattlose Pflanzen (Algen, Flechten) vor.
Im mittleren Ordovizium entwickelt sich erste Pflanzen die das Land erobern.
Im Meer gibt es wirbellose Tiere in großer Artenvielfalt. (Trilobiten, Brachiopoden, Tintenfische, Nautiliden)
Frühe Wirbeltiere erhalten einen ersten Entwicklungsschub. Am Ende des Ordoviziums kommt es zu einem Massensterben und viele Tiergruppen sterben aus. (Trilobiten, Graptolithen)

Tektonik

Im späten Ordovizium vereinigen sich Baltica und Teile von Mitteleuropa zum Ur-Nordeuropa. Ein Großkontinent (Südkontinent) entsteht der durch einen breiten Ozean (Paläotethys) von dem nördlichen Kontinenten getrennt ist.
Zu Beginn der kaledonischen Orogenese schließt sich der Atlantik (Iapetus) zwischen Nordamerika und Europa. Mitteleuropa wird von 2 Ozeanen (Tornquistmeer und Paläotethys) umschlossen.

Klima

Es überwiegt tropisches Klima. In Laurentia und Siberia entstehen erste Korallenriffe. In Nordwestafrika liegt der Südpol. Gletscherspuren in Südamerika und Westafrika zeugen von einer Inlandvereisung. Am Ende des Ordoviziums gibt es 4 Eiszeiten.
Aus dem jüngeren Ordovizium sind Sandsteine erhalten die auf erste Landorganismen verweisen.

Mitteleuropa/Deutschland

Durch Meresspiegelhöchststand waren große Teile der Landmasse überflutet und es kam zur Ablagerung von flachmarinen Sedimenten. In Deutschland findet man hauptsächlich Tonschiefer aus dem Ordovizium. Vor allem in Thüringen enthalten diese Gesteine vielfach Fossilien.






Kambrium


Name: Kambrische Berge in Nord-Wales

Dauer: 65 Mill.Jahre von 570 bis vor 505 Mill.Jahre

Leben

Am Anfang des Kambriums erscheinen explosionsartig ganz neue Tiergruppen. Alle heutigen Tiergruppen haben dort ihren Ursprung. Tiere mit Hartschalen erscheinen so das die Möglichkeit der Überlieferung steigt. 70% aller Lebewesen im Meer sind Trilobiten. 25% Brachiopoden sowie Würmer, Schnecken und Korallen.
Auf dem Festland gibt es keine Lebewesen. Am Ende des Kambriums sterben viele Arten aus. Es wird angenommen das durch den Einschlag eines Meteoriten eine weltweite Klimaveränderung stattgefunden hat.

Tektonik

Südamerika, Antarktis, Australien, Indien und Afrika bilden den Großkontinent Gondwana. Die Kontinente der nördlichen Hemissphäre Lauratia, Baltica und Sibiria sind noch getrennt.
Klima

Feucht und wärmer werdend. Mehrere große Meeresüberflutungen. Archaikum und Proteroziokum

Dauer: 4570 Mill.Jahre von 4600 Mill.Jahre bis 570 Mill.Jahre

Atmossphäre

Die Atmosphäre besteht im wesentlichen aus Wasserdampf und Kohlendioxid. Freier Sauerstoff ist noch nicht vorhanden.

Leben

Primitive Lebensformen ohne Hartteile. Photosynthese vor etwa 3700 Mill.Jahre. Dadurch erste Anreicherung von freien Sauerstoff. Aus Grönland Spuren von Blau-und Grünalgen. Am Ende der Epoche schloßlose Brachiopoden.

Tektonik

Älteste erhaltene Teile der Erdkruste aus Grönland und Südafrika bekannt. Eine komplete Erdkruste entsteht wahrscheinlich vor 2700 Mill.Jahre bis 2500 Mill.Jahre.

Klima

Im Laufe der Epoche entstehen sowohl warme Meere wie auch ausgedehnte Vereisungsgebiete.




geologische Zeittafel-Tertiär und Quartär
Zeittafel Erdmittelalter
Erdzeitalter Erdaltertum






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