> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte zur Konfirmation und andere Gelegenheiten T 2

2013-02-21

Gedichte zur Konfirmation und andere Gelegenheiten T 2







Ein hoher Gottes-Tag: Du bist gefirmt. Fühl’ dankbar Dich von seiner Hand beschirmt!

Friedrich Morgenroth
Mit einem Herren steht es gut,
Der, was er befohlen, selber tut.

Johann Wolfgang von Goethe
Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.

Matthias Claudius
Heut hast du, lieber Sohn, getrunken heil'gen Wein;
Trink' ungeweihten jetzt! Auch der soll heilig sein.
Entweih, entheilig' ihn nie durch Unmäßigkeit!
Auch du bist frischer Wein, o sei mir nie entweiht!
Laß in dein laut'res Blut kein unrein Tröpflein mischen!
Daß immer uns wie heut dein Anblick mög' erfrischen!

Friedrich Rückert
Mit Gott als Begleiter
verirrst du dich nicht,
denn er ist der Streiter
für Wahrheit und Licht!
Ihm sollst Du vertrauen
und seinem Gebot,
auf ihn kannst Du bauen
in jeglicher Not.

Friedrich Morgenroth
Rückblick

Bei jeder Wendung deiner Lebensbahn,
Auch wenn sie glueckverheissend sich erweitert
Und du verlierst, um Grössres zu gewinnen:
 Betroffen stehst du ploetzlich still, den Blick
Gedankenvoll auf das Vergangne heftend;
Die Wehmut lehnt an deine Schulter sich
Und wiederholt in deine Seele dir,
Wie lieblich alles war, und dass es nun
Damit vorbei auf immer sei, auf immer!

Ja, liebes Kind, und dir sei unverhohlen:
Was vor dir liegt von kuenftgem Jugendglueck,
Die Spanne misst es einer Maedchenhand.
Doch also ward des Lebens Ordnung uns
Gesetzt von Gott; den schreckt sie nimmermehr,
Der einmal recht in seinem Geist gefasst,
Was unser Dasein soll. Du freue dich
Gehabter Freude; andre Freuden folgen,
Den Ernst begleitend; dieser aber sei
Der Kern und sei die Mitte deines Gluecks!

Eduard Mörike
Werde, was du noch nicht bist,
bleibe, was du jetzt schon bist.
In diesem Bleiben und diesem Werden
liegt alles Schöne hier auf Erden

Franz Grillparzer
Man ist ja von Natur aus kein Engel
 vielmehr ein Welt- und Menschenkind. 
Und ringsherum ist ein Gedrängel 
von solchen, die dasselbe sind.


Wilhelm Busch

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