> Gedichte und Zitate für alle: Weisheiten und Zitate von Georg Christoph Lichtenberg T 2

2013-02-17

Weisheiten und Zitate von Georg Christoph Lichtenberg T 2






Es gibt Leute, die meinen, alles wäre vernünftig, was man mit einem ernsthaften Gesicht tut.




Zweifle an allen wenigstens einmal und wäre es auch der Satz: zweimal zwei ist vier.




Ich habe sehr häufig gefunden, das gemeine Leute, die nicht rauchten an Orten, wo das Rauchen gewöhnlich ist, immer sehr gute und tätige Menschen waren.

Ein Grab ist doch die beste Befestigung wider die Stürme des Schicksals.

Kultur verschlingt Gastfreundschaft

Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert und mehr alls das Blei in der Flinte jenes im Setzkasten der Drucker.

Unsere Welt wird noch so fein werden, daß es so lächerlich sein wird, einen Gott zu glauben als heutzutage Gespenster. An nichts muß man mehr zweifeln als an Sätzen, die zur mode geworden sind.

Wenn die Erinnerung an die Jugend nicht wäre, so würde man das Alter nicht verspüren. Nur das man das nicht mehr vertun mag, was man ehemals vermochte, macht die Krankheit aus.

Nur der Betrug entehrt, der Irrtum nie.

ch kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

Die Bibel ist ein Buch von Menschen geschrieben, wie alle Bücher. Von Menschen, die etwas anders waren als wir, weil sie in etwas anderen Zeiten lebten, etwas simpler in manchen Stücken waren als wir, dafür aber auch sehr viel unwissender. Also ein Buch, worin manches Wahre und manches Falsche, manches gute und manches Schlechte enthalten ist.

Das höchste, wozu sich ein schwacher Kopf von Erfahrung erheben kann, ist die Fertigkeit, die Schwächen besserer Menschen herauszufinden.

Wer eine alte Tante zu beerben gedenkt, der macht keine Satiren auf Frauenzimmer über fünfzig, aber desto derbere auf alle unter vierzig.

Die Fliege, die nicht geklappt sein will, setzt sich am sichersten auf die Klappe selbst.

Die unterhaltendste Fläche auf der Erde für uns ist die des menschlichen Gesichts.

Mir tut es allemal weh, wenn ein Mann von Talent stirbt, denn die Welt hat dergleichen nötiger als der Himmel.

Es gibt Leute, die sowenig Herz haben, etwas zu behaupten, das sie nicht getrauen zu sagen, es wehe ein kalter Wind, so sehr sie ihn auch fühlen möchten, wenn sie nicht vorher gehört haben, das es andere Leute gesagt haben.

Irren ist auch insofern menschlich, als die Tiere wenig oder gar nicht irren.

Es gibt allemal einen Narren mehr, als jeder glaubt.

Iich kann mir eine Zeit denken, welcher unsere religiösen Begriffe so sonderbar vorkommen werden als der unsrigen der Rittergeist.

Viel lesen macht stolz und pedantisch. Viel sehen macht weise, vernümftig und nützlich.

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