> Gedichte und Zitate für alle: Zitate von Georg Christoph Lichtenberg Teil 1

2013-02-16

Zitate von Georg Christoph Lichtenberg Teil 1










Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Das heißt vermutlich: Der Mensch schuf Gott nach dem seinigen.
Es gibt schlechterdings keine bessere Art, Gott zu verehren, als die Erfüllung seiner Pflichten und das Handeln nach Gesetzen, die die Vernunft gegeben hat.

Die Naturlehre ist, für mich wenigstens, eine Art Tilgungsfonds für die Religion, wenn die vorwitzige Vernunft Schulden macht.


Ich habe es mir zur Regel gemacht, daß mich die aufgehende Sonne nie im Bett finden soll, solange ich gesund bin.


Das Land, wo die Kirchen schön und die Häuser verfallen sind, ist so gut verloren als das, wo die Kirchen verfallen und die Häuser Schlösser werden.


Das Wort Entbindung ist zweideutig; Es kann auch den Tod bedeuten.


Der Mensch kommt unter allen Tieren in der Welt dem Affen am nächsten.


Viele die über Ablaßkrämerei in der katholischen Kirche lachen, üben sie täglich selbst. Wie mancher Mann von schlechten Herzen glaubt sich mit dem Himmel ausgesöhnt, wenn er Almosen gibt.


Die Natur hat die Frauenzimmer so geschaffen, das sie nicht nach Prinzipien, sondern nach Empfindung handeln sollen.


Ist es nicht seltsam, daß die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?


Der Mensch ist verloren, der sich früh für ein Genie hält.


Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraus gucken.


Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans nach Hause bringen.


Man sollte sich nicht schlafen legen, ohne sagen zu können, das man an dem Tag etwas gelernt hätte.


Man muß nie den Menschen nach dem beurteilen, was er geschrieben hat, sondern nach dem, was er in Gesellschaft von Männern, die ihm gewachsen sind, spricht.


Nichts macht schneller alt als der immer vorschwebende Gedanke, das man älter wird.








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