> Gedichte und Zitate für alle: Zitate und Äußerungen von Friedrich Nietzsche Teil 4

2013-03-19

Zitate und Äußerungen von Friedrich Nietzsche Teil 4








Du mußt jeden Tag auch deinen Feldzug gegen dich selber führen.



Der Grad der Furchtsamkeit ist der Gradmesser der Intelligenz.

Man vergilt seinem Lehrer schlecht, wenn man immer nur der Schüler bleibt. Und warum wollt ihr nicht an meinem Kranze rupfen.

Zarathustra

Nicht, wenn die Wahrheit schmutzig ist, sondern wenn sie seicht ist, steigt der Erkennende ungern in ihr Wasser

Wer in Blut und Sprüchen schreibt, der will nicht gelesen, sondern auswendig gelernt werden

Wahrlich, ich mag sie nicht, die Barmherzigen, die selig sind in ihrem Mitleiden. Zu sehr gebricht es ihnen an Scham.

Wo Oasen sind, da sind auch Götzenbilder.

Zarathustra

Der Glaube kann zwar keine Berge versetzen, aber er vermag Berge dorthin zu setzen, wo keine sind.

Das Christentum gab dem Eros Gift zu trinken - er starb zwar nicht daran, aber entartete, zum Laster

Es ist mehr Vernunft in deinem Leibe als in deiner besten Weisheit.

Zarathustra

„Dass Jedermann lesen lernen darf, verdirbt auf die Dauer nicht allein das Schreiben, sondern auch das Denken.“


Sich mitten unter die Feinde werfen, kann das Merkmal der Feigheit sein.

Zu allem Handeln gehört vergessen, wie zum Leben alles Organisches nicht nur Licht, sondern auch Dunkel gehört.

Unzeitgemäße Betrachtungen

Die demokratischen Einrichtungen sind Quarantäne-Anstalten gegen die alte Pest tyrannenhafter Gelüste: als solche sehr nützlich und sehr langweilig.

Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit.

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein

Jenseits von Gut und Böse

Die großen Ideen kommen auf Taubenfüßen daher.

Man denkt sich den moralischen Unterschied zwischen einem ehrlichen Manne und einem Spitzbuben viel zu groß.

Unschuld des Werdens

Es gibt bei jeder Handlung erstens das wirkliche Motiv, das verschwiegen wird, zweitens das präsentable, eingeständliche Motiv.

Unschuld des Werdens

Der Egoismus ist etwas spätes und immer noch seltenes. Die Herdengefühle sind mächtiger und älter.

Unschuld des Werdens

Der demagogische Charakter ist gegenwärtig allen politischen Parteien gemeinsam.

Die wertvollsten Einsichten werden am spätesten gefunden, aber die wertvollsten Einsichten sind die Methoden.

Man wird selten irren, wenn man extreme Handlungen auf Eitelkeit, mitelmäßige auf Gewöhnung und kleinliche auf Furcht zurückführt.

Besserung ist: Etwas sichtbar werden lassen von dem, was den guten Menschen gefällt. Nicht mehr.

Unschuld des Werdens

Ihr führt Krieg? Ihr fürchtet euch vor einem Nachbarn? So nehmt doch die Grenzsteine weg - so habt ihr keinen Nachbarn mehr. Aber ihr wollt den Krieg und deshalb erst setztet ihr die Grenzsteine.


Du sollst deine Kinder durch deine Freunde erziehen lassen.

Unschuld des Werdens

Denn alle Dinge sind getauft am Borne der Ewigkeit und jenseits von Gut und Böse, Gut und Böse selber aber sind nur Zwischen-Schatten und feuchte Trübsale und Zieh-Wolken.

Wer fliegen lernen will, muss zuerst mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.

Menschen, welche rasch Feuer fangen, werden schnell kalt und sind daher im Ganzen unzuverlässig.

Die Einsamkeit macht uns härter gegen uns und sehnsüchtiger gegen die Menschen, in beidem verbessert sie den Charakter.

Was eine Zeit als böse empfindet, ist gewöhnlich ein unzeitgemäßer Niederschlag dessen, was ehemals als gut empfunden wurde: Der Atavismus eines älteren Ideals.

Jenseits von Gut und Böse

Alles Menschliche verdient in Hinsicht auf seine Entstehung die ironische Betrachtung: deshalb ist die Ironie in der Welt
so überflüssig.

Keine Kommentare: