> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte zur Hochzeit Teil 3 (Goethe, Fallersleben, Schiller, Santa Clara)

2013-05-16

Gedichte zur Hochzeit Teil 3 (Goethe, Fallersleben, Schiller, Santa Clara)






Denn wo das Strenge mit dem Zarten
wo Starkes sich und Mildes paarten,
da gibt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
ob sich das Herz zum Herzen findet.
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.



F.Schiller, Die Glocke

Da ist der Liebe heil'ger Götterstrahl,
der in die Seele schlägt und trifft und zündet,
wenn sich Verwandtes zum Verwandten findet,
da ist kein Widerstand und keine Wahl,
es löst der Mensch nicht, was der Himmel bindet.

Friedrich Schiller


Xanthippe



Will er sauer, so will ich süß,
Will er Mehl, so will ich Grieß,
Schreit er hu, so schrei ich ha,
Ist er dort, so bin ich da,
Will er essen, so will ich fasten,
Will er gehn, so will ich rasten,
Will er recht, so will ich link,
Sagt er Spatz, so sag ich Fink,
Isst er Suppen, so eß' ich Brocken,
Will er Strümpf, so will ich Socken,
Sagt er ja, so sag' ich nein,
Sauft er Bier, so trink' ich Wein,
Will er dies, so will ich das,
Singt er Alt, so sing' ich Bass,
Steht er auf, so sitz' ich nieder,
Schlägt er mich, so kratz' ich wieder,
Will er hü, so will ich hott!
Dies ist ein Leben, erbarm es Gott

Abraham a Sancta Clara
Wo liebend sich zwei Herzen einen,
nur eins zu sein in Freud und Leid,
da muss des Himmels Sonne scheinen
und heiter lächeln jede Zeit.

H.v.Fallersleben
Ich wünsche mir eine hübsche Frau,
Die nicht alles nähme gar zu genau,
Doch aber zugleich am besten verstände
Wie ich mich selbst am besten befände.

J.W.v.Goethe, Zahme Xenien



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