> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte zu Weihnachten, Advent und Heiligabend Teil 4

2013-06-03

Gedichte zu Weihnachten, Advent und Heiligabend Teil 4


Weihnachtsgrippe- Weihnachtsfest





Wilhelm Busch

Der Stern

Hätt' einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland

und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt, 
fällt auch auf sein verständig Gesicht, 
er mag es merken oder nicht, 
ein freundlicher Strahl 
des Wundersternes von dazumal.









Achim von Arnim

Vergolde die Nüsse

Vergolde die Nüsse
Sie bleiben doch hart,
Und esse was süße
Und küsse was zart
Und putze das Bäumchen
Und zünde es an,
Schlaf goldene Träumchen,
Du kindischer Mann.
Heut träum dich in Eisen
Und Liebe getaucht
Und laß dir was weisen
Und wie es verraucht,
Und machs nur wie alle
Und sei nur geschickt,
Tritt auf hoch mit Schalle,
Tritt ab tief gebückt.

Weihnachtsspruch

Sei heiter!
Es ist gescheiter
Als alles Gegrübel;
Gott hilft weiter,
Zur Himmelsleiter
Werden die Übel.

T.Fontane
E. M. Arndt

 O lieber, heil'ger, frommer Christ,
Der für uns Kinder kommen ist,
Damit wir sollen weiß und rein
Und rechte Kinder Gottes sein.

Du Licht, vom lieben Gott gesandt
In unser dunkles Erdenland,
Du Himmelslicht und Himmelsschein,
Damit wir sollen himmlisch sein.

 Du lieber, frommer, heilger Christ,
Weil heute dein Geburtstag ist,
Drum ist auf Erden weit und breit
Bei allen Kindern frohe Zeit.

O segne mich! ich bin noch klein,
O mache mir den Busen rein,
O bade mir die Seele hell
In deinem reinen Silberquell

 Daß ich wie Engel Gottes sei,
In Demut und in Liebe treu,
Daß ich dein bleibe für und für,
Du heil'ger Geist, das schenke mir!
Richard Dehmel

Weihnachtsglocken

 Weihnachtsglocken. Wieder, wieder
sänftig und bestürmt ihr mich.
kommt, o kommt, ihr hohen Lieder,
nehmt mich, überwältigt mich!

    Daß ich in die Knie fallen,
daß ich wieder Kind sein kann,
wie als Kind Herr-Jesus lallen
und die Hände falten kann.

  Denn ich fühl’s, die Liebe lebt, lebt,
die mit Ihm geboren worden,
ob sie gleich von Tod zu Tod schwebt,
ob gleich er gekreuzigt worden.

  Fühl’s, wie Alle Brüder werden,
wenn wir hilflos, Mensch zu Menschen,
stammeln: Friede sei auf Erden
und ein Wohlgefalln am Menschen!







Théodor Fontane

Noch einmal ein Weihnachtsfest,
Immer kleiner wird der Rest,
Aber nehm‘ ich so die Summe,
Alles Grade, alles Krumme,
Alles Falsche, alles Rechte,
Alles Gute, alles Schlechte –
Rechnet sich aus allem Braus
Doch ein richtig Leben raus.
Und dies können ist das Beste
Wohl bei diesem Weihnachtsfeste. 










 Peter Cornelius

Christbaum

Wie schön geschmückt der festliche Raum!
Die Lichter funkeln am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

Die Mutter sitzt in der Kinder Kreis,
nun schweiget alles auf ihr Geheiß:
sie singet des Christkinds Lob und Preis.

Und rings, vom Weihnachtsbaum erhellt,
ist schön in Bildern aufgestellt
des heiligen Buches Palmenwelt.

Die Kinder schauen der Bilder Pracht,
und haben wohl des Singen acht,
das tönt so süß in der Weihenacht!

O glücklicher Kreis im festlichen Raum!
O goldne Lichter am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!














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