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2013-06-04

Sommergedichte- Gedichte zum Thema Sommer Teil 3







Heinrich Heine

Dämmernd liegt der Sommerabend


Dämmernd liegt der Sommerabend
Über Wald und grünen Wiesen;
Goldner Mond im blauen Himmel
Strahlt herunter, duftig labend. 

An dem Bache zirpt die Grille,
Und es regt sich in dem Wasser,
Und der Wandrer hört ein Plätschern
Und ein Atmen in der Stille. 

Dorten, an dem Bach alleine,
Badet sich die schöne Elfe;
Arm und Nacken, weiß und lieblich,
Schimmern in dem Mondenscheine.


Wilhelm Busch

Im Sommer

In Sommerbäder
Reist jetzt ein jeder
    Und lebt famos.
Der arme Dokter,
Zu Hause hockt er
    Patientenlos.

Von Winterszenen,
Von schrecklich schönen,
    Träumt sein Gemüt,
Wenn, Dank der Götter,
Bei Hundewetter
    Sein Weizen blüht.
Otto Bierbaum

Roter Mohn

Wenn im Sommer der rote Mohn 
wieder glüht im gelben Korn, 
wenn des Finken süßer Ton 
wieder lockt im Hagedorn, 
wenn es wieder weit und breit 
feierklar und fruchtstill ist, 
dann erfüllt sich uns die Zeit, 
die mit vollen Massen misst.

Dann verebbt, was uns bedroht, 
dann verweht, was uns bedrückt, 
über dem Schlangenkopf der Not 
ist das Sonnenschwert gezückt.
Glaube nur, es wird geschehn! 
Wende nicht den Blick zurück! 
Wenn die Sommerwinde wehn, 
werden wir in Rosen gehn, 
und die Sonne lacht uns Glück!













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