> Gedichte und Zitate für alle: Ein solch Papier, an Gold........Zitate aus Goethes Faust (T 8)

2013-07-17

Ein solch Papier, an Gold........Zitate aus Goethes Faust (T 8)






Auch, Herr, in deinen weiten Staaten,
An wen ist der Besitz geraten?
Wohin man kommt , da hält ein Neuer Haus,
Und unabhängig will er leben,
Zusehen muß man wie ers treibt;
Wir haben soviel Rechte hingegeben,
Das uns auf nichts ein Recht mehr übrigbleibt.

Schatzmeister
Auch auf Parteien, wie sie heißen,
Ist heutzutage kein Verlaß;
Sie mögen schelten oder preisen
Gleichgültig wurden Lieb und Haß.

Schatzmeister
Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern,
Was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar,
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr,
Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht,
Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.

Mephistopheles
Weitläufiger Saal

Zwei der größten Menschenfeinde,
Furcht und Hoffnung, angekettet,
Halt ich ab von der Gemeinde,
Platz gemacht! Ihr seid gerettet.

Klugheit
Die größten Gaben meiner Hand,
Seht! Hab ich ringsumher gesandt.

Knabe Lenker
Wir müssen uns im hohen Sinne fassen
Und, was geschieht, getrost geschehen lassen.

Plutus
Lustgarten

Die Phantasie, in ihren höchsten Flug,
Sie strengt sich an und tut sich nie genug.

Faust
Ein solch Papier, an Gold und Perlen Statt,
Ist so bequem, man weiß doch, was man hat.

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