> Gedichte und Zitate für alle: Höflichkeit ist eine Zier- Zitate Teil 2

2013-07-01

Höflichkeit ist eine Zier- Zitate Teil 2





"Es ist keine Höflichkeit, einen Lahmen den Stock tragen zu wollen."

A.Schnitzler

"Ich gehe oft, wenn ein Bekannter vorbeigeht, vom Fenster weg, nicht sowohl, und ihm die Mühe einer Vorbeugung, als vielmehr mir die Verlegenheit zu ersparen, zu sehen, das er mir keine macht!

Lichtenberg

" Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder von einander entfernte. Wenn nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten. - So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zu einander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder von einander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehn kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! (Blein mir vom Leibe/abstand)

Schopenhauer
"Höflichkeit ist ein Goldfischchen im kristallenen See, aber Kriecherei eine Sau in der Mistjauche."

Weitling, Das Evangelium des armen Sünders

" Wie das Wachs, von Natur hart und spröde, durch ein wenig Wärme so geschmeidig wird, daß es jede beliebige Gestalt annimmt, so kann man selbst törichte und feindselige Menschen durch etwas Höflichkeit und Freundlichkeit biegsam und gefällig machen."

Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit
"Je vornehmer einer ist, desto höflicher behandelt er den Niedrigen."

L.Börne, Schilderungen aus Paris


"Eure Höflichkeit erfreut mich sehr!"

Goethe, Faust I

"Es gibt kein äußeres Zeichen der Höflichkeit, das nicht einen tiefen sittlichen Grund hätte. Die rechte Erziehung wäre, welche dieses Zeichen und den Grund zugleich überlieferte."

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