> Gedichte und Zitate für alle: Nur eine allein- Gedichte zum Alleinsein Teil 1

2013-07-16

Nur eine allein- Gedichte zum Alleinsein Teil 1




Hans Aßmann von Abschatz

Nur eine allein

 Könt ich der Sonnen Glantz in allen Augen finden
So wär ich auch vergnügt mit manchem Sternen-Strahl
Sie zeigten mir dein Bild als Spiegel allzumahl.
Weil aber Mond und Stern bey heller Sonn erblinden
So will ich auch mein Hertz an die alleine binden.
Johann Wolfgang von Goethe

Sitz ich allein

 Sitz ich allein,
Wo kann ich besser sein?
Meinen Wein
Trink ich allein,
Niemand setzt mir Schranken,
Ich hab so meine eignen Gedanken.
August Graf von Platen

O weh dir, der die Welt verachtet, allein zu sein

O weh dir, der die Welt verachtet, allein zu sein,
Und dessen ganze Seele schmachtet, allein zu sein!
Es schuf der unerschöpfte Schöpfer Geschöpfe rings,
Und nicht ein einzig Wesen trachtet, allein zu sein:
Allein zu sein, verschmäht die Tulpe des Tulpenbeets,
Es scheut der Stern sich, wenn es nachtet, allein zu sein.
Verlaß den Stolz, der deine Seele so tief betört,
Der sich und seine Freuden schlachtet, allein zu sein!
Sogar vom Throne reicht der Herrscher die Hand herab,
Ihm schwindelt, wenn er sich betrachtet, allein zu sein;
Dem Klausner selbst im Wald gesellt sich sein Gottesbild,
Weil betend er's für sündlich achtet, allein zu sein.
August Graf von Platen

Du scheust, mit mir allein zu sein

Du scheust, mit mir allein zu sein,
Du bist so schroff:
Gibt nicht der Liebe Lust und Pein
Zum Reden Stoff?

Wo nicht, was gilt der Lieb ein Wo,
Ein Wie, ein Was?
Zu lieben und zu schweigen, o
Wie lieb ich das!

Ich schweige, weil so kalt du scheinst,
Und unerweicht,
Mein Auge spricht, es spricht dereinst
Mein Kuß vielleicht.









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