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2013-08-02

Gedichte zum Wald von H.H.v.Fallersleben 9





August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

In den Wald!

 Laß uns geh'n hinaus in den Wald,
in den Wald, in den Wald,
Wo's so lieblich schallt,

Wo die frische Luft
Und der Laubesduft,

Wenn wir ruh'n und gehen,
Fächelnd uns umwehen.

Hinaus in den Wald, in den Wald,
Wo's so lieblich schallt!

Laß uns geh'n hinaus in den Wald,
in den Wald, in den Wald,
Wo's so lieblich schallt,

Wo im dunklen Grün
Rothe Röslein blüh'n,

Wo die Vögel singen
Und die Hirsche springen.

Hinaus in den Wald, in den Wald,
Wo's so lieblich schallt!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Du schöner Wald!

O wie still, du schöner Wald!
Doch wir lassen jetzt uns nieder
Und wir singen unsre Lieder,
Und lebendig wird es bald:
Ueberall, überal
Unsers Sanges Wiederhall.

Welch ein lieber Aufenthalt
In dem duftig frischen Schatten!
Hier auf deinen grünen Matten!
Sei gegrüßt, du schöner Wald!
Ueberall, überall
Sei gegrüßt mit Sang und Schall!

Sei gegrüßt, du schöner Wald!
O du laubumwölbte Halle,
Deiner freuen wir uns Alle:
Unsre Freude wiederhallt,
Ueberall, überall
Unsrer Freude Klang und Schall.

Sei gegrüßt, du schöner Wald!
Uns geziemt vor allen Dingen,
Scheidend dir ein Hoch zu singen,
Daß erschallt und wiederhallt
Ueberall, überall
Unsers Dankes Jubelschall!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Leb wohl, du schöner Wald!

 So scheiden wir mit Sang und Klang:
Leb wohl, du schöner Wald!
Mit deinem kühlen Schatten,
Mit deinen grünen Matten,
Du süßer Aufenthalt!

Wir singen auf dem Heimweg noch
Ein Lied der Dankbarkeit:
Lad' ein wie heut' uns wieder
Auf Laubesduft und Lieder
Zur schönen Maienzeit!

Schaut hin! von fern noch hört's der Wald
In seiner Abendruh;
Die Wipfel möcht' er neigen,
Er rauschet mit den Zweigen,
Lebt wohl! ruft er uns zu.

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