> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Ludwig Altenbernd- Wiedersehn (3)

2013-10-07

Gedichte von Ludwig Altenbernd- Wiedersehn (3)




Wiedersehn

Auf dem Wanderweg durch`s Leben ward ein Wort, bedeutungsschwer, jedem Sterblichen gegeben, und es lässt ihn nimmermehr. von der Wiege bis zum Grabe steht`s an seinem Wanderstabe:

Wiedersehn!

Aus der Heimath grünen Auen treib`s den irren Wandrer fort, fremde Herrlichkeit zu schauen, doch sein Herz, er lässt es dort, und durch Klippen, Sturm und Wogen kommt`s wie Geisterhauch gezogen:

Wiedersehn!

Hat sich Herz zu Herz gefunden, trennt, was sich auf ewig band, oft vielleicht nach wenig Stunden des Geschickes eis`ge Hand. Nimmer fänden sie den Frieden, gab es nicht das Wort hienieden:

Wiedersehn!

An dem Grabe seiner Lieben stehst du bleichen Angesichtsund die Welt, die dir geblieben, ist ein weites leeres Nichts. Hoffend blickst du zu den Sternen, denn es tönt aus den dunklen Fernen:

Wiedersehn!

Wie so oft in stillen Nächten sitz ich einsam und allein,und Erinnerungen flechten ihren Kranz bei`m Kerzenschein.Voll das Herz und schwer und trübe - Horch - da flüstert leis die Liebe:

Wiedersehn!






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