> Gedichte und Zitate für alle: G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Die uns als wilde, rohe Zweifler...(53)

2013-11-27

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Die uns als wilde, rohe Zweifler...(53)






XVII.

Die uns als wilde, rohe Zweifler hassen,
Und drob manch derben Fluch uns schon gespendet,
Die frommen Leute -- wie sind sie verblendet;
Der Glauben istes, von dem wir nimmer lassen.

Zieht erst der Frühling jubelnd durch die Straßen,
Wie wird des Herzens eitler Trotz gewendet,
Daß siches mit jedem Strauch nach oben wendet
Ein Stück des schönen Himmels zu erfassen!

Ja, naht des Jahres Fürst mit seinem Hof,
Und jauchzt der Lenz auf Bergen und in Klüften,
Wo klagend kaum der Nebel niedertrof --

Schliefe auch sein Glaube dann in Todesgrüften,
Der ew'ge Faust, der stolze Philosoph,
Er hascht ihn wieder aus den blauen Lüften.





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Einführung in die Dichtung

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