> Gedichte und Zitate für alle: G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Die Geschäftigen (58)

2013-11-27

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Die Geschäftigen (58)





XXII.

Die Geschäftigen

Nicht Einen Hauch vergeuden sie, nicht Einen,
Nein, Alles wird gleich für den Markt geboren,
Kein Herzensschlag geht ohne Zins verloren,
Die Herren machen Brot aus ihren Steinen.

Sie machen Brot aus Lachen und aus Weinen --
Ich habe mir die Beschaulichkeit erkoren,
Und niemals streng gerechnet mit den Hören,
Ich denke fromm: "Gott gibtes im Schlaf den Seinen!“

Ich kann des Lebens banggeschäftig Rauschen,
Dies laute Tun und Treiben nicht verstehen,
Und möchte' mein einsam Glück nicht darum vertauschen.

Laßt mich die stillen Pfade weiter gehen,
Der Wolken und der Sterne Zug belauschen,
Und schönen Kindern in die Augen sehen!





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Einführung in die Dichtung

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