> Gedichte und Zitate für alle: G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Sei mir gesegnet, frommes Volk.. (59)

2013-11-27

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Sei mir gesegnet, frommes Volk.. (59)






XXIII.

Sei mir gesegnet, frommes Volk der Alten,
Dem unglückselig sein hieß: selig sein,
Das jedes Haus, in das der Blitz schlug ein,
Für ein dem Zeus geweihtes gehalten!

Du fühltest wohl, des Himmels heimlich Walten
Enthüll' sich den Geschlagenen allein,
Und da leuchte' erst der Wahrheit voller Schein,
Wo sich das Herz, der Wolke gleich, gespalten.

O sprecht, wares nicht zumeist des Unglücks Stunde,
Die Euch hinan zum Ewigen gehoben,
Der Himmelsoffenbarung klang vom Munde?

Der Frieden nicht, der Sturm trägt uns nach Oben,
Die höchsten Freuden sind auf dunklem Grunde,
Gleichwie des Äthers Sterne, eingewoben.





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