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2013-11-22

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Protest (15)






Protest

So lang ich noch ein Protestant,
Will ich auch protestieren,
Und jeder deutsche Musikant
Solles weiter musizieren!
Singt alle Welt: Der freie Rhein!
So sing doch ich: Ihr Herren, nein!
Der Rhein, der Rhein könnte freier sein --
So will ich protestieren.

Kaum war die Taufe abgetan,
Ich kroch noch auf den Vieren,
Da fing ich schon voll Glaubens an,
Mit Macht zu protestieren,
Und protestiere fort und fort,
O Wort, o Wind, o Wind, o Wort,
O selig sind, die hier und dort,
Die ewig protestieren.

Nur Eins ist Not, dran halte ich fest
Und will es nicht verlieren,
Das ist mein christlicher Protest,
Mein christlich Protestieren.
Was geht mich all das Wasser an
Vom Rheine bis zum Ozean?
Sind keine freien Männer dran,
So will ich protestieren.

Von nun an bis in Ewigkeit
Soll euch der Name zieren:
So lang ihr Protestanten seid,
Müßt ihr auch protestieren.
Und singt die Welt: Der freie Rhein!
So singet: Ach! ihr Herren, nein!
Der Rhein, der Rhein könnte freier sein,
Wir müssen protestieren.







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Einführung in die Dichtung

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