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2013-11-13

Th.Körner-Schwert und Leier: Hoch lebe das Haus Österreich (7)







Hoch lebe das Haus Österreich !

Aus der Geschichte der Schlacht von Aspern

1812

Es schweigt die Nacht, die Erde träumt
Und bleich der Mond die Wolken säumt. --

Was bist du Welt so still, so leer!
Was lauerst du wie ein falsches Meer? --
Es saust so öde durch dein Reich
Und Schauder faßt die Seele gleich,
Als wolltest du mit leisem Beben
Des Morgens blutigen Schleier heben. --
Noch schlummert tief in Lagers Raum,
Die Sterne steigen, auf und nieder;
Die Totenstille regt sich kaum! --
O laß der Welt den schönen Traum,
Der nahe Tag verscheucht ihn wieder! --
In Osten grautes, es sinkt die Nacht. --
Gottlob! der Morgen ist erwacht! --

Gottlob, der neue Tag bricht an! --
Seht euch nochmal die Sonne an.
Wohl viele, die jetzt rüstig stehen,
Sehen sie nie wieder untergehen.
In manchen Herzen pocht das Blut,
Nach raschen Streites Übermut,
Und ehe die nächsten Stunden tagen,
Hat manches Herz schon ausgeschlagen!

Die Sonne kommt, der Nebel reißt,
Ein stumm Gebet den Vater preist.

Nun lebt und regt sich alle Welt,
In blanken Waffen glänzt das Feld.
Der Jüngling schreitet kühn hinaus,
Er schaut hinauf ins Vaterhaus,
Und leise Ahndung füllt sein Herz,
Und zieht ihn dämmernd himmelwärts.
Da trägt der tiefbewegte Sinn
Die Träume zu der Liebsten hin.
Sie weinte, als er scheiden musste,
Und Wehmut haucht in seine Brust,

Und er gedenkt der schönen Zeiten! --
Er fühltes, es war ein ewig Scheiden! --

Die Sonne steigt, der Lärmschuß kracht,
Laut jubelnd zieht das Heer zur Schlacht.

"Seht ihr den Stephan herüberwinken,
„Und dort die Fränkischen Adler blinken?
„Auf Brüder, stürzt euch mutig drein,
„Die Adler müssen unser sein. --
„Lebt wohl, lebt wohl, ihr meine Lieben,
„Weint nicht, ich wollt euch nicht betrüben!“

Es wogt der Kampf, es brüllt der Tod,
Die Wunden klaffen blutigrot! --

"Mir nach! mir nach! dort ist der Ruhm,
„Ihr kämpft für euer Heiligtum!“
Und neben ihm und unter ihm
Würgt rasch des Todes Ungestüm,
Und Mann und Roß zusammenbrach
Er aber jauchzt: "mir nach! mir nach!“
Da pfeift eine Kugel durch seine Brust,
Daß gleich das Auge brechen musste,

Doch hat er mit der letzten Kraft
Den letzten Atem zusammengerafft
Und ruft und stürzt zu Boden gleich:
"Hoch lebe das Haus Österreich! --“

Der Adler sinkt, die Fahne fliegt,
Heil dir mein Volk, du hast gesiegt!






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