> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte v. J.W.von Goethe: Im Vorübergehen (114)

2013-12-23

Gedichte v. J.W.von Goethe: Im Vorübergehen (114)





Im Vorübergehen

Ich ging im Felde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Da stand ein Blümchen
Sogleich so nah,
Daß ich im Leben
Nichts lieber sah.

Ich wollt es brechen,
Da sagt’ es schleunig:
„Ich habe Wurzeln,
Die sind gar heimlich.

Im tiefen Boden
Bin ich gegründet;
Drum sind die Blüten
So schön geründet.

Ich kann nicht liebeln,
Ich kann nicht schranzen;
Mußt mich nicht brechen,
Mußt mich verpflanzen.“





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Jugendlyrik Goethes

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