> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte v. J.W.von Goethe: Rhein und Main (155)

2013-12-26

Gedichte v. J.W.von Goethe: Rhein und Main (155)





Rhein und Main


1.

Zu des Rheins gestreckten Hügeln,
Hochgesegneten Gebreiten,
Auen, die den Fluß bespiegeln,
Weingeschmückten Landesweiten
Möget mit Gedankenflügeln
Ihr den treuen Freund begleiten.

2.

Erst Empfindung, dann Gedanken,
Erst ins Weite, dann zu Schranken,
Aus dem Wilden hold und mild
Zeigt sich dir das wahre Bild.

3.

Nicht ist alles Gold, was gleißt,
Glück nicht alles, was so heißt,
Nicht alles Freude, was so scheint.
Damit hab’ ich gar manches gemeint.

4.

Wohlerleuchtet, glühend-milde
Zog der Fluß im Abendschein,
Über Brück’ und Stadtgebilde
Finsternisse sanken ein.






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Jugendlyrik Goethes

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