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2013-12-27

Gedichte v. J.W.von Goethe: Unbeständigkeit (167)





Unbeständigkeit

Auf Kieseln im Bache, da lieg’ ich, wie helle,
Verbreite die Arme der kommenden Welle,
Und buhlerisch drückt sie die sehnende Brust.
Dann trägt sie ihr Leichtsinn im Strome darnieder,
Schon naht sich die zweite und streichelt mich wieder,
Da fühl’ ich die Freuden der wechselnden Lust.

O Jüngling, sei weise, verwein’ nicht vergebens
Die fröhlichsten Stunden des traurigen Lebens,
Wenn flatterhaft je dich ein Mädchen vergißt,
 Geh, ruf sie zurücke, die vorigen Zeiten,
Es küßt sich so süße der Busen der zweiten
Als kaum sich der Busen der ersten geküßt.





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Jugendlyrik Goethes

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