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2013-12-18

Gedichte von J.W.v.Goethe: An Belinden (8)





An Belinden

Warum ziehst du mich unwiderstehlich,
Ach, in jene Pracht?
War ich guter Junge nicht so selig
In der öden Nacht?

Heimlich in mein Zimmerchen verschlossen 
Lag im Mondenschein,
Ganz von seinem Schauerlicht umflossen,
Und ich dämmert’ ein.

Träumte da von vollen goldnen Stunden
Ungemischter Lust;
Ahndungsvoll hatt’ ich dein Bild empfunden
Tief in meiner Brust.

Bin ich’s noch, den du bei so viel Lichtern
An dem Spieltisch hältst ?
Oft so unerträglichen Gesichtern m
Gegenüberstellst ?

Reizender ist mir des Frühlings Blüte
Nun nicht auf der Flur,
Wo du Engel bist, ist Lieb’ und Güte
Wo du bist, Natur.





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Jugendlyrik Goethes

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