> Gedichte und Zitate für alle: G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Dein himmlisch Lied (87)

2013-12-01

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: Dein himmlisch Lied (87)





LI.

Byrones Sonett an Chillon

Dein himmlisch Lied -- es hat schon manche Labe
In schwarzen düstern Stunden mir bereitet,
Und wie den Jüngling treulich Du begleitet,
So freute Dein sich schon der wilde Knabe.

Die Besten haben über Deinem Grabe
Wetteifernd Lorbeerkränze hingebreitet,
Ach! wo ein Lob das andere niederstreitet,
Wie wenig ist_es, was ich zu bieten habe!

Wenn ich mich zu Sonettdichtern wende,
Die auch die Reime sträubend nur verschlungen,
Sehe ich vor Allem Geödes kleine Spende;

Doch hat er nicht, wie Du , den Groll bezwungen,
Der seines Liebens Anfang noch und Ende,
Der noch die Freiheit im Sonett besungen.






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Einführung in die Dichtung

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