> Gedichte und Zitate für alle: G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: So redet nur (86)

2013-12-01

G.Herwegh-Gedichte eines Lebendigen: So redet nur (86)




L.

So redet nur! Ihr sollt mich nicht bekehren.
Er ist in Eurer Hütte nie gestanden,
War Euch nie weihend, segnend nie zu Händen,
Mein Genius -- er gab Euch niemals Lehren.

Was man nicht kennt, das mag man leicht entbehren.
Doch mir geht ohne ihn mein Werk zu Schanden,
Indes die Nüchternen in allen Landen,
Die Gottentfremdeten, die Schätze mehren.

Behagt Euch wohl im friedlichen Genuß,
Das Bißchen Witz, es bleibe Euch unbenommen,
Das auf die Frone wie ein Sklave muß.

Mir aber mag nur Zeus, der Donnrer , frommen,
Zu meinem Werke muß ein Himmelsgruß,
Ein heiliger Sturm mein Herz erst überkommen.






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Einführung in die Dichtung

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