> Gedichte und Zitate für alle: Inhalt und Einführung zu W.Müllers Gedichtzyklus "Die schöne Müllerin"

2013-12-02

Inhalt und Einführung zu W.Müllers Gedichtzyklus "Die schöne Müllerin"

Mühle mit Mühlerin


Entgegen seiner sonstigen Arbeitsweise, er schuf seine Gedichte mit leichter Hand, hat Müller an dem Gedichtzyklus "Die schöne Müllerin über einen Zeitraum von 3 Jahren gearbeitet. 
Eine durchgehende Handlung besitzt der Zyklus nicht. Prolog und Epilog rahmen eher die anderen Gedichte ein und deuten so eine Handlung an. 
Ein Müllerknecht kommt an eine Mühle und bleibt als Geselle. Er verliebt sich in die Tochter des Müllers und denkt das auch die Müllerstochter ihn liebt. Als er aber bemerkt das sie einen Jägerburschen zugetan ist stürzt er sich in einen Bach. 
Wahrscheinlich hat Müller im Zyklus eigene Lebensumstände verarbeitet. Luise Hensel, eine damals sehr bekannte  Lyrikerin, hatte die Liebe des jungen Studenten Müller nicht erwidert und der Dichter läßt diese Erfahrungen in seinem Zyklus einfließen. 

Das Werk ist von seinen Motiv her typisch für die Romantik. Wanderburschen, Müller und Müllerin oder Gärtnerrinnen usw. sind Themen, die in der Lyrik dieser Epoche in zahllosen Variationen existieren. Allerdings gelingt es nur wenigen Dichtern einen wirklich volksliedhaften Ton zu treffen wie das Müller in seinem Zyklus gelungen ist. (Das Wandern ist des Müllers Lust) Neben solchen gelungenen Gedichten gibt es auch Einige die ins Sentimentale abzurutschen drohen und die, besonders im Schlußteil der Sammlung, in ihrer übertriebenen Weichlichkeit fast kindisch wirken. 

Trotzdem ist dieser Zyklus, neben der "Winterreise" Müllers bekanntestes Werk das auch durch die Vertonung von Franz Schubert einen hohen Bekannheitsgrad besitzt.



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