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2014-01-21

Gedichte von W. Busch: Trinklied (36)




Trinklied

Gestern ging ich wieder mal
In die Schenke schnelle,
Wie der durst'ge Pilgersmann
Eilt aus der Kapelle.

Alldieweil der Durst so groß,
Trink ich etwas eil'ger
Und erglänze alsobald
Wie ein neuer Heilger.

Wie der Pater Gabriel
Werd ich allnachgrade;
Zwicke schon der Kellnerin
Listig in die Wade. –

Beim Getränke lieb ich mir
So ein Spiel ein kleines;
Ach, mein Geld ist hin wie einst
Kozmianen seines.

Da der Wirt auf Zahlung dringt,
Fang ich an zu tosen.
Drauf ergeht's mir wie dem Erz-
Bischof hint in Posen.

Meinen Rock verwahrt der Wirt
Und die Schelle zieht er:
»Heda, Hausel! Schiebe fort
Diesen Jesuiter!«

Als ich auf der Gasse lag,
Schlägt die Glocke zwölfe,
Und ich grolle tiefempört
Wie ein alter Welfe.

Gleich so fragt mich ein Gendarm,
Was ich hier bezweckte.
Keine Auskunft geben wir
Seminarpräfekte!

Darum sitz ich heut im Loch. –
Ach! und dieser Kater!
Fluchend geh ich auf und ab,
Wie ein heil'ger Vater.





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Die fromme Helene

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