> Gedichte und Zitate für alle: Trink-u.Weinlieder- H.H.v.Fallersleben: Trinklied (38a)

2014-01-12

Trink-u.Weinlieder- H.H.v.Fallersleben: Trinklied (38a)





Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Trinklied


Das Glas in der Rechten,
Die Flasch' in der Linken,
So wollen wir fechten,
Nicht wanken, nicht sinken!
Krieg dem Durst und Krieg dem Kummer!
Und ein Bündniß mit dem Wein!
Krieg der Nacht und Krieg dem Schlummer!
Schenkt mir Muth und Feuer ein!

Das Glas in der Rechten,
Die Flasch' in der Linken,
So wollen wir fechten,
Nicht wanken, nicht sinken!
Wohlig sitzen wir im Weinhaus,
Unser Krieg ist wie ein Traum;
Selbst die Welt, das alte Beinhaus,
Hat Respect und rührt sich kaum.

Das Glas in der Rechten,
Die Flasch' in der Linken,
So wollen wir fechten,
Nicht wanken, nicht sinken!
Eine Flasche hat geschlagen
Unsre Feinde kreuz und quer;
Und da stehen wir und fragen:
Giebt's denn keine Feinde mehr?

Das Glas in der Rechten,
Die Flasch' in der Linken,
So wollen wir fechten,
Nicht wanken, nicht sinken!
Und das Ende von dem Liede?
Ei, was machen wir uns draus!
Alles Strebens Frucht ist Friede -
Wir, wir gehn im Sturm nach Haus.




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