> Gedichte und Zitate für alle: Übersicht und Einführung in die Turngedichte v. J.Ringelnatz

2014-01-02

Übersicht und Einführung in die Turngedichte v. J.Ringelnatz

turnende Holzfigur

Die Turngedichte erschienen 1920 in einem kleinen Verlag angeblich von einem unbekannten Dichter der auch noch auf hoher See ums Leben gekommen sein sollte. Nichts davon stimmte denn die Verse stammten von einen gewissen Hans Böttcher, der später unter dem Namen Ringelnatz berühmt werden sollte. Zwar war Ringelnatz zur See gefahren erfreute sich glücklicherweise aber bester Gesundheit und war nun aber statt als Matrose als Dichter hervorgetreten. Die Turngedichte waren gewissermaßen die Geburtsstunde des Dichters Ringelnatz.
Mit sicheren Instinkt zeigt  Ringelnatz das die Turnerbewegung, die nach dem verlorenen Krieg regen Zuspruch erfuhr, mit dem sich wieder  ausbreitenden Nationalismus in Verbindung stand. Das muß nicht verwundern da schon der Gründungsvater der Turnbewegung F.L.Jahn den Wehrsportgedanken der Bewegung hervorgehoben hat. Viele Zeitgenossen, insbesondere Turner, wem wollte das wundern, begriffen die satirischen Verse nicht und fühlten sich beleidigt.

Die Turngedichte beweisen das sich Ringelnatz intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hat denn die Fachwörter werden sicher und richtig von ihm benutzt.

 In den Gedichten wechseln Paarreime, Wortspiele und literarische Parodien sowie andere dichterische Stilmittel miteinander so das sie den satirischen Charakter der Turngedichte hervorheben. Es würde den Gedichten jedoch nicht gerecht werden wenn man sie als harmlose Spielerei mit dem Thema turnen abtun würde. Der aufmerksame Leser wird bemerken das Ringelnatz sich über die sogenannten nationalen Tugenden lustig macht und das Kleinbürgertum verspottet.



Quelle: S.Doering: Die Turngedichte von J.Ringelnatz


Turngedichte/Inhalt


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