> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von J.v.Eichendorff: Heimat (50)

2014-02-07

Gedichte von J.v.Eichendorff: Heimat (50)



Heimat

Wer in die Fremde will wandern,
Der muß mit der Liebsten gehn,
Es jubeln und lassen die andern
Den Fremden alleine stehn.

Was wisset ihr, dunkele Wipfel,
Von der alten, schönen Zeit?
Ach, die Heimat hinter den Gipfeln,
Wie liegt sie von hier so weit!

Am liebsten betracht’ ich die Sterne,
Die schienen, wie ich ging zu ihr,
Die Nachtigall hör’ ich so gerne,
Sie sang vor der Liebsten Tür.

Der Morgen, das ist meine Freude!
Da steig’ ich in stiller Stund
Auf den höchsten Berg in die Weite,
Grüß’ dich, Deutschland, aus Herzensgrund!



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