> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von R.M.Rilke: Auferstehung (6)

2014-02-08

Gedichte von R.M.Rilke: Auferstehung (6)



Auferstehung

Der Graf vernimmt die Töne,
er sieht einen lichten Riß;
er weckt seine dreizehn Söhne
im Erb-Begräbnis.

Er grüßt seine beiden Frauen
ehrerbietig von weit –;
und alle, voll Vertrauen,
stehn auf zur Ewigkeit

und warten nur noch auf Erich
und Ulriken Dorotheen,
die, sieben- und dreizehnjährig,

(sechzehnhundertzehn)

verstorben sind im Flandern,
um heute vor den andern
unbeirrt herzugehn.



alle Gedichte von Rilke                                                                                              weiter


alle Gedichtsammlungen dieser Webseite

Keine Kommentare: