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2014-02-11

Gedichte von R.M.Rilke: Nachtgedanken (79)



Nachtgedanken

Weltenweiter Wand’rer,
Walle fort in Ruh’ . . . . . . . .
Also kennt kein and’rer
Menschenleid wie — du.

Wenn mit lichtem Leuchten
Du beginnst den Lauf,
Schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.

Drinnen liegt, — als riefen
Sie dir zu: versteh’! —
— Tief in ihren Tiefen
Eine Welt von Weh . . . . . .

Tausend Tränen reden
Ewig ungestillt, — —
Und in einer jeden
Spiegelt sich dein Bild.



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