> Gedichte und Zitate für alle: S.George-Der siebente Ring: Rhein I - Rhein VI (121)

2014-02-21

S.George-Der siebente Ring: Rhein I - Rhein VI (121)





RHEIN: I

Ein fürstlich paar geschwister hielt in frone
Bisher des weiten Innenreiches mitte.
Bald wacht aus dem jahrhundertschlaf das dritte
Auch echte kind und hebt im Rhein die krone.

RHEIN: II

Einer steht auf und schlägt mit mächtiger gabel
Und sprizt die wasser güldenrot vom horte ..
Aus ödem tag erwachen fels und borte
Und pracht die lebt wird aus der toten fabel.

RHEIN: III

Dann fährt der wirbel aus den tiefsten höllen
Worin du donnerst bis zur Ersten Stadt ·
Drängt von der Silberstadt zur Goldnen Stadt
Soweit die türme schaun vom heiligen Köllen.

RHEIN: IV

Nun fragt nur bei dem furchtbaren gereut
Ob sich das land vor solchem dung nicht scheut!
Den eklen schutt von rötel kalk und teer
Spei ich hinaus ins reinigende meer.

RHEIN: V

Dies ist das land: solang die fluren strotzen
Von korn und obst · am hügel trauben schwellen
Und solche türme in die wolken trotzen –
Rosen und flieder aus gemäuern quellen.

RHEIN: VI

Sprecht von des Festes von des Reiches nähe –
Sprecht erst vom neuen wein im neuen schlauch:
Wenn ganz durch eure seelen dumpf und zähe
Mein feurig blut sich regt · mein römischer hauch!



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