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2014-03-12

Gedichte Weltspuk v.M.Dauthendey: Sommernacht (82)





Sommernacht

Es zieht uns durch die Sommernacht,
Wo der Mond, wie ein weißer Hirsch, entflieht
Durch grüner Wolken fliegende Matten,
Und sein Silberschatten im Fluß aufsieht.
ES zieht uns durch die gedämpfte Nacht,
Wo der Glühwurm seinen Irrweg macht,
Wo, nach den Gewittern, mit bittern Gasen
Das Heu naß brütet am dunkeln Rasen.
Und wo, gleich den Splittern deiner Gedanken,
Leuchtkäfer, gleich Flittern, im Boben versanken.

Und von der Aue der Nacht angezogen,
Sind wir übers graue Weltende geflogen
Und haben den Sand aus den Augen verloren,
Grund unter den Füßen, das Wort aus den Ohren.
Und blieben doch immer noch rund im Land,
Wo der Stunden Gewitter sich schnell verschieben,
Und wo dein Gesicht, wie der Mond voll Brand,
Und ein einzelner Stern am Gartengitter
Von Nacht zu Nacht mir gern verspricht
Deines Blutes warmes Gewicht.

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