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2014-05-25

Seelenruhe - Gedichte von L.Thoma (37)




Seelenruhe 

Der Frühling stimmt mir heiter das Gemüt;
Ich schreite lustig in den frischen Morgen.
Nicht so wie sonst ist gallig mein Geblüt,
Und wenig oder nichts erregt mir Sorgen.

Die bunten Blumen und der klare Fluss,
Ich freu' mich an den schönen Dingen,
Als edler Mensch empfind' ich den Genuss,
Den hübsch geleg'ne Orte mit sich bringen.

Wie kann ich schwärmen für Natur und Kunst!
Es gibt nichts Besseres dahier auf Erden.
Was meinen Sie? Wem fehlt der blasse Dunst?
Sie müssen immer doch politisch werden!

Doch ganz umsonst! Mich bringt heut nichts in Wut,
Was auch ein bayrischer Minister sage!
Die Leutchen meinen es am Ende gut,
Wie sie's versteh'n, ist eine and're Frage.

Ich dacht' von ihnen stets nur so la la,
Doch heute will ich – werden Sie's begreifen? –
Auf Paragraph Einhundertvierundachtzig a
Und sonst noch wen und was vergnüglich pfeifen.



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