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2014-05-27

T.Fontane- Gedichte: Frühlingsklage (43)




Frühlingsklage

Kalt und eisig ist die Flur,
Still und öde sind die Felder,
Schneebedeckt die stummen Wälder,
Todesstarr ist die Natur.

Kalt und eisig ist die Flur
Wie das Herz in meiner Brust;
Längst erstorben jeder Lust,
Kennt es - ach - den Winter nur. -

Aber in die Winternacht
Strahlt jetzt mild die Frühlingssonne; -
Alles atmet Lebenswonne,
Denn der Frühling ist erwacht.

Frühling! ruft der Blüte Pracht,
Frühling! singen tausend Lieder,
Und im Herzen klingt es wieder:
Ja, der Frühling ist erwacht.

Nur zu meinem kalten Herzen
Dringt sein Blick, sein Segen nicht.
Nie beglückt von seinem Licht,
Bleiben mir die Winterschmerzen.

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