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2014-07-06

Gedichte von J.G.Jacobi: An die Liebesgötter (4)




An die Liebesgötter

Entflieht ihr kleinen Heere
Der lächelnden Cythere!
Das Tal ist freudenleer;
Bereift sind eure Flügel;
Dem nackten, öden Hügel
Tönt keine Leier mehr.

Seht! wilde Jäger würgen
Auf hallenden Gebürgen,
Sie spotten eurer Macht;
Von spröden Amazonen,
Die nur in Wäldern wohnen,
Wird Paphia verlacht.

Wollt ihr vielleicht beim Jagen
Die Mordgewehre tragen,
Der Netze Hüter sein;
Gedungen von Centauren,
Auf hohen Ästen lauren,
Zum Klang der Hörner schrein?

Und wenn die Stürme wehen,
Soll dann auf kalten Höhen,
Wo Sonnenstrahl gebricht,
Euch eure Fackel wärmen?
Dem Wilde nachzuschwärmen,
Gab sie Cythere nicht.

Das Laub, dem Hain entrissen,
Stirbt unter euren Füßen:
Flieht! alles ist verheert.
O tragt die dürren Blätter,
Ihr artigsten der Götter,
Auf eines Dichters Herd!



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