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2014-08-16

Gedichte von C. Spitzweg: Das holde Augenpaar (2)




Das holde Augenpaar

Wie selig, wenn ein Augenpaar,
Das Lust und Wonne spendet,
Vom Herzen in ein Herz hinein
Uns Himmelsahnen sendet!

Wie göttlich, wenn so Augen dir
Wie aus des Himmels Ferne
In dieses Lebens Jammertal
Erglänzen solche Sterne!

Des Taues Perle wird sodann
Zu einem Meer von Wonne,
Es wird das Wassertröpflein dir
Zur blendend hellen Sonne!

Wie aber, wenn ein Augenpaar,
Das Wonn’ und Lust soll spenden,
Dich hart und kalt zu quälen sucht —
Statt ganz sich abzuwenden!

Du ahnest — nein — o Mädchen! nicht,
Was Ärmster ich so leide!
Nur einen mitleidlosen Blick
Auf mich, o Mädchen, meide!

Da packt den Armen böser Gram
Und zehrt an seiner Seele —
Verzweiflungsvoll — ein schwarzer Geist
Weist schaudernd auf die Schwelle.

Du fährst, ach !-------

Hier entsinkt der Schmerz meiner Feder! Das Ende des
Gedichtes folgt im nächsten Briefe!


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