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2014-09-11

Gedichte von R.Baumbach: Burg im Tal (3)




Burg im Thal

Nebelschleier wob der Süd
Um die Himmelsleuchte.
Als ich wanderte wegemüd
Ueber das Moos, das feuchte .
Blitzende Tropfen sanken schwer
Nieder vom Tannengeäste;
Sieh, da stieg aus dem Nebelmeer
Eine gewaltige Feste.

Mauern und Zinnen von grauem Stein
Sah ich zum Himmel ragen,
Und es schauten die Thürme drein
Trotzig, als wollten sie sagen:
»Eichen bringt der Sturm zu Fall,
Stolze Geschlechter vergehen.
Schutt und Moder überall.
Aber wir bleiben stehen .«

Plötzlich glänzten im Sonnenstrahl
Wälder, Flühen und Wiesen ,
Und die Mäntel sanken zu Thal
Von den ewigen Riesen.
Grüssend nahmen die Kappen ab
Rings die gewaltigen Berge,
Schauten lachend in's Thal hinab
Auf die prahlenden Zwerge.



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