> Gedichte und Zitate für alle: R. Dehmel: Zwei Menschen: Schweb still, schweb still, triebseliger Geist, und dehne (76)

2014-11-19

R. Dehmel: Zwei Menschen: Schweb still, schweb still, triebseliger Geist, und dehne (76)



Dritter Umkreis: Die Klarheit

Eingang

Schweb still, schweb still, triebseliger Geist, und dehne
dich über alle Kreise aus!
sieh: mit der Sehnsucht der gespannten Sehne
greifst du nun ein ins Weltgebraus.
Sie schnellt zurück, zurück zu ihrem Bogen,
berührt ihn, schwirrt noch, deckt ihn nie –
doch was sie musste, wirkte sie:
der Pfeil ist frei zum Ziel geflogen.
Such's nicht etwa bei Deinesgleichen,
sehne dich nicht in Dich zurück!
denn es gilt, o Mensch: das Glück,
oh das Weltglück zu erreichen.


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