> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von R. Dehmel: Ein Grab (23)

2014-12-18

Gedichte von R. Dehmel: Ein Grab (23)






Ein Grab

Das sind die Abende, die bleich verfrühten.
Die Georginen, die im Sonnenscheine
wie rot und gelbe letzte Rosen glühten,
stehn fahl, Rosetten aus verfärbtem Steine.
Der Nebel klebt an unsern Hüten.

Komm, Schwester. Dort der Zaun von Erz
umgittert Eine, die zu früh verblich.
Komm heim; mich friert. Sie liebte mich.
Sie hatte Nichts vom Leben als ihr Herz;
still tat sie wohl, still litt sie Schmerz.


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