> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von G.Herwegh: Die drei Sterne (6)

2015-01-01

Gedichte von G.Herwegh: Die drei Sterne (6)




Die drei Sterne

Es traten einst um Mitternacht
Der Sterne drei zusammen,
In nie gesehner heller Pracht,
In nie gesehnen Flammen.

Da scholl es aus des ersten Mund
Von blasser Silberlippe:
»Ich tat den Weg den Völkern kund
Zu eines Gottes Krippe.«

Und stolz darein der zweite schaut,
Wie um sich selbst zu sonnen:
»Auf mich hat Cäsar einst vertraut
Und eine Welt gewonnen.«

»Zu mir blickt«, fuhr der dritte fort,
»Das schönste Kind von allen.« -
Am Himmel klang noch laut sein Wort,
Der Stern war schon gefallen.

alle Gedichte von G.Herwegh                                                                                                     weiter

             alle Gedichte nach Themen

Keine Kommentare: