> Gedichte und Zitate für alle: Briefwechsel Goethe-Schiller: An Goethe 18.12.1796 (259)

2015-02-14

Briefwechsel Goethe-Schiller: An Goethe 18.12.1796 (259)



AN GOETHE

Jena, den 18. Dezember 1796


Boie hat geantwortet, ich lege seinen Brief bei; da er für das Original des Cellini nichts scheint annehmen zu wollen, so werden Sie sich wohl selbst auf irgend eine Art mit ihm erklären müssen.

Mad. Stael habe ich noch nicht zu Ende lesen können, da ich in den wenigen Stunden, wo ich an solch ein Buch kommen kann, allemal gestört worden. Um aber die andern Freunde nicht warten zu lassen, sende ich’s Ihnen morgen mit dem Botenmädchen. Sie teilen mir die Schrift dann wohl wieder mit, wenn sie die Tour gemacht hat.

Körnern und seine Familie hat Ihre Elegie sehr lebhaft interessiert. Sie wissen nicht genug davon zu erzählen, und Ihrem epischen Gedichte sehen sie mit unbeschreiblicher Sehnsucht entgegen.

Leben Sie recht wohl. Ich schreibe in der Eile.

Sch.

                                                      


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