> Gedichte und Zitate für alle: Briefwechsel Goethe-Schiller: An Schiler 28.02.1795 (52)

2015-02-02

Briefwechsel Goethe-Schiller: An Schiler 28.02.1795 (52)





AN SCHILLER    

Weimar, 28. Februar 1795

Hierbei die vergessenen Synonymen. Ich las ein Stückchen davon in meiner gestrigen Gesellschaft vor, ohne zu sagen woher es komme noch wohin es gehe. Man gab ihm vielen Beifall.

Überhaupt wird es nicht übel sein, wenn ich manchmal etwas von unsern Manuskripten voraus lese. Es sind doch immer wieder ein Dutzend Menschen die dem Produkt dadurch geneigter und auf’s nächste Stück aufmerksam werden.

Die Weißh. Sache will ich aufhalten, bis ich von Ihnen Nachricht einer amicalen Beendigung habe.

Zu der glücklichen Annäherung an Ihren Zweck geb’ ich meinen Segen. Wir können nichts tun als den Holzstoß erbauen und recht trocknen: er fängt alsdann Feuer zur rechten Zeit und wir verwundern uns selbst darüber.

Hierbei auch ein Brief von Jakobi. Sie werden sehen daß es ihm ganz gut geht. Sein Anteil an Ihren Briefen ist mir lieb. Sein Urteil über meinen ersten Band sei Ihnen zur Revision übergeben.

Leben Sie recht wohl, ich sehe Sie bald möglichst.

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