> Gedichte und Zitate für alle: Briefwechsel Goethe-Schiller: An Schiller 27.01.1795 (43)

2015-02-01

Briefwechsel Goethe-Schiller: An Schiller 27.01.1795 (43)





AN SCHILLER

Weimar, 27. Januar 1795

Für die übersendeten Exemplare Horen danke ich; sie nehmen sich noch ganz artig aus. Eins der kleinen Exemplare habe ich in Ihrem Namen dem Herzog überreicht und wünschte daß Sie ihm bei dieser Gelegenheit ein Wort schrieben.

Ich zweifle nicht, daß das Journal gut gehen wird.

Mein drittes Buch ist fort; ich habe es nochmals durchgesehen und Ihre Bemerkungen dabei vor Augen gehabt.

Diese Woche vergeht unter anhaltender Theaterqual; dann soll es wieder frisch an die vorgesetzte Arbeiten gehen. Ich wünsche Gesundheit und Lust zu den Ihrigen.

Meyer grüßt. Nehmen Sie wiederholten Dank für alles Gute das Sie uns in Jena gegönnt.

G.

Noch etwas: da ich wünschte, daß der Aufsatz des Herrn v. Humboldt, wie alle andern, im Zweifel wegen des Verfassers ließe, so wäre vielleicht gut, das Zitat wo der Bruder angeführt ist wegzulassen, besonders da es fast das einzige ist und Mutmaßungen erregen und bestärken könnte. Zwar weiß ich wohl, daß wir sehr offenbar Versteckens spielen, doch halte ich es für sehr ersprießlich, daß der Leser wenigstens erst urteilen muß, ehe er erfährt wer sein Autor sei.

Bitte um das Paket an Jakobi das ich sogleich absenden werde.

G.

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