> Gedichte und Zitate für alle: Briefwechsel Goethe-Schiller: An Schiller 11.06.1795 (72)

2015-02-03

Briefwechsel Goethe-Schiller: An Schiller 11.06.1795 (72)



AN SCHILLER

Weimar, 11. Juni 1795


Hier die Hälfte des fünften Buches; sie macht Epoche, drum durft’ ich sie senden. Ich wünsche ihr gute Aufnahme. Mein Übel hat meinen Plan geändert, so mußt’ ich mit dieser Arbeit vorrücken. Verzeihen Sie die Schreibfehler und vergessen des Bleistifts nicht. Wenn Sie und Humboldt es gelesen haben, bitte ich es bald zurück. Da ich ungeduldig bin körperlich zu leiden, werde ich wohl nach Karlsbad gehen, das mich ehemals auf lange Zeit von gleichen Übeln befreite. Leben Sie wohl. Für den Kalender nächstens etwas, auch für die Horen. Ich bin erwartend wie Ihnen ein Einfall gefällt, den ich habe, die Jurisdiction der Horen und der Journale überhaupt zu erweitern. Sie erhalten einen Brief eines Mitarbeiters.

Mögen Sie doch recht wohl sein und in Ihren Arbeiten nicht gehindert. 

G.

Was macht Karl?

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