> Gedichte und Zitate für alle: Briefwechsel Goethe-Schiller: An Goethe 12.03 .1799 (582)

2015-03-07

Briefwechsel Goethe-Schiller: An Goethe 12.03 .1799 (582)



AN GOETHE.

Jena den 12. März 1799.

Daß meine zwei ersten Akte eine so gute Aufnahme gefunden freut mich sehr; die drei letzten, wenn ich sie auch nicht ganz so genau auszuführen Zeit habe, sollen wenigstens dem ganzen Effekt nach nicht hinter den ersten zurückbleiben. Die Arbeit avanciert jetzt mit beschleunigter Bewegung und wenn ich jeden Tag anwenden kann, wie diese letztern, so ist es nicht unmöglich, daß ich Ihnen den ganzen Rest des Wallensteins kommenden Montag durch einen Expressen sende, um das Manuskript, im Fall keine Erinnerungen dagegen zu machen wären, mit der Montag-Abendspost an Iffland zu expedieren.

Erwarten Sie darum in dieser Woche nicht viel von mir zu hören.

Daß das trojanische Feld sich anfängt um Sie auszubreiten höre ich mit wahrer Freude. Bleiben Sie in dieser guten Stimmung und möge das heitere Wetter Sie dabei sekundieren.

Leben Sie recht wohl. Meine Frau, die wieder wohl ist, grüßt Sie herzlich. Der Gries ist angelangt von Dresden; es ist ein schwerer Kasten und wir wollen ihn, wenn Sie ihn nicht sogleich verlangen, mit einer Gelegenheit abschicken. Es ist nur für drei Taler und einige Groschen, weil nicht mehr Vorrat da gewesen; die Mühle war wegen des Frosts still gestanden.

Leben Sie recht wohl.

Sch.
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