> Gedichte und Zitate für alle: J.v.Eichendorff- Gedichte 1841- Der Soldat (17)

2015-09-11

J.v.Eichendorff- Gedichte 1841- Der Soldat (17)




  
Der Soldat

1.

Ist auch schmuck nicht mein Rößlein,
So ist's doch recht klug,
Trägt im Finstern zu 'nem Schlößlein
Mich rasch noch genug.

Ist das Schloss auch nicht prächtig:
Zum Garten aus der Tür
Tritt ein Mädchen doch allnächtig
Dort freundlich herfür.

Und ist auch die Kleine
Nicht die Schönst auf der Welt,
So gibt's doch just keine,
Die mir besser gefällt.

Und spricht sie vom Freien:
So schwing ich mich auf mein Roß –
Ich bleibe im Freien,
Und sie auf dem Schloß.

 2.

Wagen mußt du und flüchtig erbeuten,
Hinter uns schon durch die Nacht hör ich's schreiten,
Schwing auf mein Roß dich nur schnell
Und küß noch im Flug mich, wildschönes Kind,
Geschwind,
Denn der Tod ist ein rascher Gesell.

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