> Gedichte und Zitate für alle: J.v.Eichendorff- Gedichte 1841- Heimweh (104)

2015-09-20

J.v.Eichendorff- Gedichte 1841- Heimweh (104)

 


Heimweh

An meinen Bruder

Du weißt's, dort in den Bäumen
Schlummert ein Zauberbann,
Und nachts oft, wie in Träumen,
Fängt der Garten zu singen an.

Nachts durch die stille Runde
Weht's manchmal bis zu mir,
Da ruf ich aus Herzensgrunde,
O Bruderherz, nach dir.

So fremde sind die andern,
Mir graut im fremden Land,
Wir wollen zusammen wandern,
Reich treulich mir die Hand!

Wir wollen zusammen ziehen,
Bis das wir wandermüd
Auf des Vaters Grabe knieen
Bei dem alten Zauberlied.

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