> Gedichte und Zitate für alle: J.v.Eichendorff- Gedichte v. 1841- Auf meines Kindes Tod-8 (304)

2015-10-13

J.v.Eichendorff- Gedichte v. 1841- Auf meines Kindes Tod-8 (304)






8.

  Von fern die Uhren schlagen,
Es ist schon tiefe Nacht,
Die Lampe brennt so düster,
Dein Bettlein ist gemacht.

Die Winde nur noch gehen
Wehklagend um das Haus,
Wir sitzen einsam drinne
Und lauschen oft hinaus.

Es ist, als müsstest leise
Du klopfen an die Tür,
Du hättst dich nur verirret,
Und kämst nun müd zurück.

Wir armen, armen Toren!
Wir irren ja im Graus
Des Dunkels noch verloren –
Du fandst dich längst nach Haus.

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